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Auf den Pfaden des Orgelbauers wandeln

Einweihung Neuer Wanderweg verbindet drei Stadtteile Frauensteins

Frauenstein. 

Frauenstein. Ob der berühmte Orgelbauer Gottfried Silbermann tatsächlich einmal auf diesen Wegen einhergegangen ist? Schon möglich, denn der nach ihm benannte Pfad, der vor kurzem in Frauenstein eingeweiht wurde, beginnt an seinem Geburtsort Kleinbobritzsch, geht hin nach Frauenstein, wo Silbermann ebenfalls einige Jugendjahre verbrachte, und endet in Nassau, wo eine der letzten Orgeln zu finden ist, die er baute.

Grundidee war zunächst eine andere

Es ist also alles andere als weit hergeholt, diesen neuen Wanderweg "Silbermannpfad" zu nennen. Doch seinen Ursprung hatte alles in einer Sache, die mit Silbermann vordergründig erst einmal gar nicht so viel zu tun hatte. "Die Grundidee war zunächst, die Postmeilensäule am Frauensteiner Markt wieder herzurichten", erzählt Reiner Hentschel, Bürgermeister von Frauenstein. "Gemeinsam mit dem Fachmann André Kaiser von der Forschungsgruppe Sächsische Postmeilensäulen ging ich 2017 zu Bettina Bezold, Leiterin des Regionalmanagements 'Silbernes Erzgebirge'."

Beginn am Halbmeilenstein

Die sagte den beiden Herren aber, dass noch etwas mehr gemacht werden müsse, als nur die Säule, damit das ganze förderfähig wäre. Schnell kamen ein alter Halbmeilenstein in Kleinbobritzsch und das Kriegerdenkmal in Nassau dazu. Und der Gedanke, einen verbindenden Pfad zu schaffen war auch gleich geboren. An besagten Halbmeilenstein nimmt der Weg seinen Anfang und führt vorbei am Geburtshaus Silbermanns und zum Ortsausgang Kleinbobritzschs. Dort wurde einer von drei Wanderpicknickplätzen eingerichtet. Überdachte Sitzplätze und ein paar Spielgeräte für Kinder machen den Aufenthalt sehr angenehm.

Kriegerdenkmal kommt im nächsten Jahr dazu

Wanderwegewart Reiner Hengst führte zur Einweihung des Pfades dann weiter nach Frauenstein, verkündete am Schloss eine finstere Sage, überließ an der Postmeilensäule André Kaiser das Wort und zeigte schließlich die sanierten Wassertröge aus dem 15. Jahrhundert. Vorbei an einer Wegsäule geht es dann über Felder und durch Wälder hin nach Nassau. In der Kirche gab es ein launiges Orgelvorspiel durch Sabine Fischer. Das Kriegerdenkmal, welches noch saniert wird, kommt als Station erst im nächsten Jahr dazu.



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