Auf den Spuren der Landwirtschaft

Museumstag Vortrag und Gesprächsrunde in Gahlenz

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Vor Jahresfrist wurde die so genannte Futterstrecke als neuer Teil der Ausstellung im Dorfmuseum Gahlenz eröffnet. Foto: Ulli Schubert/Archiv

Gahlenz. Es ist noch Suppe da, heißt es am 21. Mai im Dorfmuseum Gahlenz. Allerdings weiß man nicht, wie lange. Denn die selbst gekochten Suppen gehen stets ab wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

Anlässlich des 40. Internationalen Museumstages wird von 10 bis 17 Uhr ins Museumsgebäude und dem dazugehörigen Gelände eingeladen. In einer Gemeinschaftsaktion mit dem Oederaner Museum beginnt um 14 Uhr ein Vortrag mit dem Referenten Christof Schubert aus Schönerstadt, der sich auf Spurensuche in die Geschichte der Landwirtschaft begibt.

"Mut zur Verantwortung! - Von der Bodenreform zur Kollektivierung der DDR-Landwirtschaft" heißt das Thema. Dem Vortrag schließt sich eine Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen an.

Christof Schubert hatte vor Weihnachten 2015 gemeinsam mit Gotthard Nobis aus Börnichen das Buch "Landwirtschaft im Wandel in den Dörfern rund um Oederan von 1945 bis zur Gegenwart" herausgegeben. Der Diplom-Agraringenieurökonom hatte sich schon lange sehr für geschichtliche Themen interessiert.

"Ein Grund, dass ich mich ans Schreiben machte, ist, dass viel falsches Zeug von der Umgestaltung der Landwirtschaft erzählt wird. Gerade in Fernsehbeiträgen ist manchmal sogar Hass dabei. Wir aber können berichten, wie es war. Denn wir waren dabei", sagte er damals.

Sicher werden neben Fakten auch interessante Episoden aus dem Leben in der Landwirtschaft in den vier Jahrzehnten DDR zu hören sein. Zeitzeugen finden sich natürlich auch im Dorfmuseum. Sie anzuschauen sollte man im Kontext von Vortrag und Internationalem Museumstag nicht verpassen. Auch wenn die Suppe noch so sehr lockt.