Auf den Spuren der Muschel: Wandern auf dem Jakobsweg

Freizeit Pilger wandern auf spirituellen Pfaden durch die Region

auf-den-spuren-der-muschel-wandern-auf-dem-jakobsweg
Gemeinsam mit Veronika Bellmann (l.) gingen 68 Pilger auf die Tour von Oberschöna nach Falkenau. Foto: privat

Falkenau. 68 Frauen und Männer machten sich jüngst mit der CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann auf zum Pilgern zwischen Oberschöna und Falkenau. Der sächsische Jakobsweg wurde zusammen mit dem vogtländischen Jakobsweg im Juni 2013 in Freiberg eröffnet. Er verbindet den aus Polen kommenden Pilgerweg und den fränkischen Jakobsweg auf mehr als 300 Kilometern.

Mit Regen empfangen

"Der Muschel folgend, pilgerten wir zunächst über Kirchbach nach Oederan. Das Dorf, das uns mit strömenden Regen empfing, ist wunderschön anzusehen und ein wahres Kleinod am oft steinigen und über harte landwirtschaftliche Nutzwege führenden Pilgerpfad", berichtet Veronika Bellmann.

"Am Hospiz Ellen Gorlow in Oederan, wo die Pilger bei einer kleinen Stärkung kurz rasteten, gab uns die Vereinsvorsitzende und Hauschefin Petra Kröner einige interessante Einblicke in die Hospizarbeit und lud die Anwesenden herzlich dazu ein, sich an einem Tag der offenen Tür über die aufopferungsvolle Tätigkeit und die gelebte Nächstenliebe an zu betreuenden und zu begleitenden Menschen zu informieren.

Es gab viel zu bereden

Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann weiter durch sprichwörtlich blühende Landschaften in Richtung Falkenau. Über 15 Kilometer hatten die Pilger viele Gelegenheiten sich untereinander über das politische Geschehen in der Region und weit darüber hinaus, vor allem jedoch über das Miteinander vor Ort und die Umsetzung christlicher Werte auszutauschen." Oder einfach gemeinsam zu schweigen.

"Nach fast fünf Stunden erreichten wir das Ziel der Tagesreise, das zugleich deren spiritueller Anfang war: die Kirche in Falkenau. Im Ortskern wurden wir von Mitgliedern des Falkenauer Heimatvereins in Empfang genommen und die Pilger erhielten im Genossenschaftsladen noch eine Stärkung für die Heimreise.

Ein herzlicher Dank gilt allen Pilgern sowie den fleißigen Helfern für das gute Miteinander, das unser mittelsächsisches Jacobspilgern immer wieder zu einem Ereignis und mittlerweile einer guten Tradition werden lässt."