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Auf Kräuterwanderung im sommerlichen Burgstädt

Veranstaltung Katrin Reuter vermittelt allerlei Wissenswertes

Burgstädt. 

Burgstädt. Bereits zum zweiten Mal lud am vergangenen Montagabend Katrin Reuter im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Bilz-Stammtischs zu einer Kräuterwanderung durch das sommerliche Burgstädt ein. Die 49-Jährige hat eine zertifizierte Ausbildung zur Kräuterheilkundlerin absolviert und brachte den Teilnehmenden allerlei Wissenswertes über unterschiedliche Heilpflanzen nahe. Ausgehend von der Schwanenapotheke am Markt bis hin zum Kräutergarten in der Gartensparte "Waldesfrieden" als Zielpunkt der Wanderung wurde man schon am Wegesrand fündig.

Von Holunder bis Walnuss

"Oberhalb vom Burgstädter Friedhof gab es beispielsweise Holunder und Walnuss zu entdecken. Mit Rücksicht auf an Straßen- und Feldrändern vorkommende Verunreinigungen haben wir uns allerdings auf die Begutachtung der Pflanzen beschränkt und nichts gepflückt", so Katrin Reuter. Das sei im naturbelassenen Garten an der Helsdorfer Straße problemloser möglich.

Bedenkenlos Kräuter sammeln in nachhaltig geführter Parzelle

"In unserer ökologisch nachhaltig geführten Parzelle kann man bedenkenlos Kräuter sammeln. Hier ist nichts behandelt oder gespritzt", erzählt die Burgstädterin und stellt diese Tatsache unter Beweis, indem sie die Teilnehmenden ermuntert, einige Kräuter zu probieren. Dieser Garten diene in der Sparte als Gemeinschaftsobjekt und als Treffpunkt vor allem für Leute, denen das Thema Gärtnern noch fremd ist. Hier finde man auch Kräuter wie Baldrian, die nicht unbedingt überall in der Natur vorkommen und aus denen man verschiedene Tees oder Tinkturen herstellen könne, ergänzt Reuter.

Erfahrungen sammeln für neue Rezepte und Zubereitungen

Auch Steffi Czinege und Elfriede Kober zeigten sich am Montag interessiert von der Veranstaltung. Die beiden Burgstädterinnen sind zum ersten Mal bei der Wanderung dabei. "Ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit der Kräuterkunde und möchte hier Pflanzen entdecken, die ich noch nicht kenne", so Czinege. Sie sei hier, um neue Ideen zu sammeln und mehr über die Anwendungsgebiete von Heilpflanzen zu lernen, sagt sie weiter. Elfriede Kober hat eigentlich einen anderen Bezug zur Natur. Sie sei Pilzspezialistin und möchte mehr über die Identifizierung von Kräutern erfahren. "Ich schaue mir die Kräuter hier im Garten an und sammle Erfahrungen für neue Rezepte und Zubereitungen", so die 79-Jährige.

Friedrich Eduard Bilz auf der Spur

Erstmals nach dem Corona-Lockdown fand seit Oktober 2020 wieder ein Bilz-Stammtisch statt, der in der Gesundheits- und Aktivregion Burgstädt, Lunzenau und Penig in der Vergangenheit regelmäßig monatlich durchgeführt wurde. Dabei wird sich den Ideen von Naturheilkundler Friedrich Eduard Bilz gewidmet, der 1842 in Arnsdorf bei Penig geboren wurde und als Vater der volkstümlichen Naturheilkunde gilt. Seine Bücher erzielten eine Auflage von ca. 3,5 Millionen Exemplaren und wurden in zwölf Sprachen übersetzt.