Augustusburg: Sorgenkind Nordbrücke

Baumassnahme Freistaat investiert rund 900.000 Euro in die Sanierung

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Der Bau der Nordbrücke von Schloss Augustusburg zieht sich bis in den Herbst. Foto: Ulli Schubert

Augustusburg. Wer aus Richtung Altstadt kommend ins Schloss Augustusburg will, muss über die Schlossmauer steigen. Aber keine Angst, es wurde eine stählerne Treppe für diesen Zweck angelegt. Der Grund: Seit Ende Februar ist der Schlosszugang von der Altstadt her wegen der Sanierung der Nordbrücke komplett gesperrt.

Bisherige Sanierungen hielten nie lange

Die Nordbrücke ist von jeher ein Sorgenkind der Schlossverwaltung. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach saniert. Während einerseits seit der Sanierung Anfang der 1990er Jahre immer wieder Wasser in den Boden der Brücke eindringt, waren anderseits auch die Kappen der Mauern nicht sonderlich lange haltbar. Bei der neuerlichen Sanierung, für deren Dauer sieben Monate angesetzt sind, erfolgt zwischen Torhaus und Eingangsportal die Erneuerung von Überbau, Brückenabdichtung, seitlicher Treppenanlage sowie der im Bauwerk verlaufenden Ver- und Entsorgungsleitungen.

Historische Substanz soll erhalten bleiben

Die Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit und Funktion des Bauwerks weiter aufrecht zu erhalten. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch die direkt angrenzenden Umfassungsmauern saniert. Bei der Instandsetzung wird darauf geachtet, wesentliche Teile der historischen Bausubstanz zu erhalten. Die Arbeiten erfolgen unter Beachtung der Belange des Denkmalschutzes und der Einbeziehung der Denkmalschutzbehörden.

Für die Umsetzung der Baumaßnahme investiert der Freistaat Sachsen rund 900.000 Euro. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Oktober abgeschlossen sein.