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Ausnahmezustand bei Narren

Faschingsumzug Rund 600 Teilnehmer manövrieren sich durch Penig

Natürlich ist es reichlich übertrieben, die Kleinstadt Penig als mittelsächsisches Zentrum des närrisches Frohsinns zu bezeichnen. Doch am vergangenen Sonntag traf das ausnahmsweise zu. Mit einem großen Karnevalsumzug feierten dort die Narren des Peniger Faschingsclubs ihre mittlerweile 45. Saison. An der närrischen Sause, die etwas mehr als eine Stunde lang bei herrlichem Sonnenschein durch die Innenstadt führte, nahmen rund 600 Personen teil, die mit 25 farbenfrohen und lebendigen Motiven den Zuschauen ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Zu den Teilnehmern zählten 15 Faschingsvereine sowie elf weitere Gruppen sowie Vereine. Mit von der Partie waren auch die Karnevalisten aus der Partnergemeinde Uttenweiler. Sogar die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr aus Penig ließen sich nicht lumpen, beim größten mittelsächsischen Faschingsumzug Präsenz zu zeigen. Der Umzug sollte sich eigentlich schon zum 44. Jubiläum durch Penig schlängeln. "Weil aber 2013 der Rochlitzer Karnevalsclub etwas Ähnliches plante, um seinen 50. Geburtstag zu feiern, hatten wir ihm den Vortritt gelassen", sagt Mike Tauchmann, Chef vom Faschingsclub Penig. Der Umzug fand allerdings nicht statt. Umso größer war die Vorfreude auf das Spektakel am Sonntag. "Wir machen so etwas normalerweise nur an Jubiläen, halbrunden Geburtstagen und sogenannten Schnapszahlzahldaten", erklärt Tauschmann. Nach dem 45. Jubiläum wäre also erst wieder in fünf Jahren so ein Umzug möglich gewesen. "Der letzte seiner Art hatte 2009 mit knapp 900 Teilnehmern stattgefunden, die etwa 30 Festumzugsbilder auf rund 650 Metern Länge präsentierten", blickt Tauschmann zurück. Weitere Umzüge hatte es zum 30. und 33. Vereinsbestehen und vor 20 Jahren gegeben. "Da waren sogar einmal 16 Grad Minus", sagt Tauschmann.