• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Ausstellung rund um den Prügelbock

Dialog Veranstaltungsreihe der Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenburg wird fortgesetzt

Die Mädchen und Jungen des Geschichtsneigungskurses der Oberschule Oederan kamen der jüngeren Geschichte ihrer Heimatstadt wohl weitaus näher als dies sonst üblich ist. Konkret befassten sie sich mit den Opfern des Nationalsozialismus in Oederan, die schon ab März 1933 in Schutzhaftlager geworfen wurden. Viele, wie Hans Mosch, mussten auch im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenburg leiden, das die Neuntklässler jüngst besuchten. Bei der Führung erläuterten Dietmar Wendler vom VVN/BdA und Wolfgang Engel anschaulich die Gegebenheiten und die unwürdigen Bedingungen, unter den die Gefangenen leiden mussten. Engel ist Stellvertretender Vorsitzender der Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenburg, die vom 30. Mai bis 1. Juni zur Neuauflage des Sachsenburger Dialogs einlädt. Gäste am Eröffnungsabend werden unter anderem junge Leute aus Leipzig sein, die in einem Projekt auf dem Gelände arbeiten werden. Am 31. Mai beginnt 10 Uhr ein Stadtrundgang durch Frankenberg mit Bezug zu den Jahren 1933 bis 1937 und einem kurzen Besuch im Stadtarchiv. 15 Uhr stellt Lothar Kunke, der aus Mühlbach stammt, sein Buch "Hammer oder Amboß" vor und erzählt aus seiner Jugend. Sein Vater war in Plaue und im KZ Sachsenburg inhaftiert. Abends wird zu einem Kulturprogramm ins Haus der Vereine eingeladen. Am 1. Juni wird neben Rundgängen über das ehemalige KZ-Gelände, die 10 Uhr beginnen, anlässlich dessen 100. Geburtstags an Walter Janka erinnert, der ebenfalls in Sachsenburg inhaftiert war. "Zu Kreuze kriechen kann ich nicht" - Erinnerungen und Lebenszeugnisse beginnt 15 Uhr. Zu dieser Veranstaltung wird auch Jankas Tochter Yvonne Blackert erwartet. Das gesamte Programm steht im Internet: www.vvn-bda-chemnitz.de