Austauschprogramm: Warum eine Studentin der TU Bergakademie in Taipeh studiert

Zwischen Stinky Tofu und Geotechnik

Taipeh/Freiberg

Ein Gespräch mit Professor Thomas Nagel an der TU Bergakademie Freiberg brachte den Stein ins Rollen: Heute studiert eine junge Austauschstudentin als Pionierin an der renommierten National Taiwan University in Taipeh. "Ich wollte tiefer in die ostasiatische Kultur eintauchen, nicht nur als Touristin", erklärt sie. Auf ihre Initiative hin entstand ein Austauschprogramm zwischen beiden Hochschulen - und sie war die erste, die davon profitieren durfte.

Warum Taiwan?

Warum gerade Taiwan? "Ein faszinierendes, viel zu unterschätztes Land", sagt sie. Die Gegensätze sind für sie besonders reizvoll: Das pulsierende Großstadtleben Taipehs trifft auf majestätische Berge, dichte Regenwälder und Strände aus schwarzem Vulkangestein oder weißem Korallensand - alles auf engem Raum, etwa so groß wie Baden-Württemberg. Die kulturelle Tiefe, die Offenheit der Menschen und das sichere Umfeld beeindrucken sie nachhaltig.

Das Leben in Taipeh

Im Studentenwohnheim teilt sie sich das Zimmer mit drei weiteren Studierenden, ist tagsüber jedoch meist unterwegs. Sie besucht vier anspruchsvolle englischsprachige Kurse im Bereich Geotechnik, darunter "Geotechnical Earthquake Engineering". Wochenendausflüge führen sie quer über die Insel, begleitet von internationalen Kommilitonen und ersten taiwanesischen Freundschaften.

Auch kulinarisch wagt sie Neues: Tee-Eier, Milcheis mit Teegeschmack - und sogar das berühmt-berüchtigte Stinky Tofu haben es ihr angetan. Ein Jahr, das nicht nur akademisch, sondern auch persönlich und kulturell tief bereichert.

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