Auszeichnung für sanierte Orgel in Dittersbach

Sanierung Instrument soll wieder wie früher klingen

Dittersbach. 

Dittersbach. Es war eine besondere Auszeichnung für die Orgelfreunde aus Dittersbach, dass eine Delegation der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft Mitte Oktober zu ihnen in die Kirche kam, um die dortige Orgel zu hören.

"Das ist Tradition unserer Jahresexkursionen, dass wir Orgeln aufsuchen, die saniert werden müssen, aber nicht aus der Werkstatt Silbermanns stammen", erläutert Kristine Schmidt-Köpf, Geschäftsführerin der Gesellschaft, den Besuch. Genau darum rankt sich ein kleines Geheimnis, nämlich wer die Dittersbacher Orgel denn nun eigentlich erbaut hat. Es gibt zwar Indizien um den Urheber, aber die entsprechenden Beweise konnte man bislang nicht erbringen, wie Kirchenvorstand Dirk Börner einräumt.

"Sämtliche Belege sind verschollen", sagt er. Es gab eine lange Zeit, da ging man fest davon aus, dass das Instrument von einem der Nachfolger des berühmten Orgelbauers stamme. Doch sind diese Überlegungen mittlerweile ad acta gelegt worden. Vielmehr ist man sich sehr sicher, dass es Christian Friedrich Göthel war, der im Jahr 1862 die Orgel erbaute. 26 solcher Instrumente schuf der Borstendorfer seinerzeit.

Das Dittersbacher war Nummer 16. In dem Zustand, in dem er sie einst erbaute, ist die Orgel leider schon lange nicht mehr. 1917 mussten die Zinnprospektpfeifen dem Kriegswahnsinn anheim gegeben werden. Der minderwertige Ersatzprospekt ist noch heute eingebaut. Das soll sich aber demnächst ändern. Denn über Spenden und Benefizveranstaltungen ist es den Orgelfreunden gelungen, einen erklecklichen Betrag zusammenzubekommen, der, um Fördergelder angereichert, für die Sanierung verwendet wird.

Im nächsten Jahr schon, so hofft auch Organist Peter Kleinert, kann die restaurierte Orgel wieder so klingen, wie (vermutlich) Göthel es einst geplant hatte.

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