Reh auf der Straße: Ausweichmanöver endet mit Unfall - das rät der ADAC

Unfall in der Nacht auf Donnerstag bei Geringswalde

Geringswalde

Bei einem Verkehrsunfall im Geringswalder Ortsteil Arras ist in der Nacht zu Donnerstag ein Autofahrer leicht verletzt worden. Der 40-jährige Fahrer eines Ford war gegen 23 Uhr auf der Hauptstraße aus Richtung Milkau in Richtung Holzhausen unterwegs.

Reh überquert Fahrbahn

Nach bisherigen Erkenntnissen wechselte plötzlich ein Reh die Straße. Der Fahrer versuchte auszuweichen, verlor dabei jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Ford kam nach rechts von der Fahrbahn ab und verunglückte.

Fahrer leicht verletzt

Der 40-Jährige erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen. Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 500 Euro.

Richtiges Verhalten: Das rät der ADAC

  • Licht aus: Fernlicht sollte umgehend ausgeschaltet und ausschließlich Abblendlicht verwendet werden. Das grelle Fernlicht kann Wildtiere blenden, sie dadurch orientierungslos machen und dazu führen, dass sie auf der Fahrbahn verharren.
  • Lärm erzeugen: Kurzes, kräftiges Hupen kann Rehe in der Regel von der Straße vertreiben.
  • Kontrolliert bremsen: Eine Vollbremsung sollte eingeleitet und das Lenkrad dabei mit beiden Händen sicher gehalten werden.
  • Keine Ausweichmanöver: Ein Zusammenstoß mit einem Tier ist meist weniger gefährlich als ein Frontalunfall mit einem entgegenkommenden Fahrzeug oder ein Abkommen von der Fahrbahn.

Verhalten nach einem Unfall

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, sind folgende Maßnahmen zur Eigensicherung und Unfallabwicklung zu beachten:

  • Unfallstelle absichern: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen und Warndreieck in ausreichender Entfernung aufstellen (innerorts ca. 50 m, außerorts ca. 100 m, Autobahn ca. 200 m).
  • Polizei verständigen: Der Notruf 110 ist umgehend zu wählen. Wildunfälle sind meldepflichtig. Die Polizei informiert den zuständigen Jagdpächter und stellt eine Wildunfallbescheinigung für die Versicherung aus.
  • Abstand halten: Verletzte oder lebende Tiere sollten nicht angefasst werden, da sie sich in einem Schockzustand befinden und unkontrolliert reagieren können.
  • Tote Tiere sichern: Verendete Tiere sollten – sofern gefahrlos möglich – mit Handschuhen oder einer Decke an den Straßenrand gezogen werden, um Folgeunfälle zu vermeiden.
  • Dokumentation: Schäden am Fahrzeug sowie Spuren am Unfallort (z. B. Haare, Blut oder Spuren im Umfeld) sollten – soweit gefahrlos möglich – fotografisch festgehalten werden.

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