Durch die hochsommerlichen Temperaturen dürften in dieser Woche auch im Freibad Eppendorf die Besucherzahlen deutlich in die Höhe gehen. Damit das Badeerlebnis in der mittelsächsischen Kommune künftig noch angenehmer gestaltet werden kann, wird jetzt das bestehende Sanitärgebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Baubeginn mitten in der Saison
Start ist in den kommenden Tagen. Die Toiletten befinden sich dann vorübergehend in einem soliden Provisorium, der laufende Badbetrieb wird von der Baumaßnahme nicht beeinträchtigt.
Den Baubeginn mitten in der Saison erklärt der Eppendorfer Bürgermeister. „Ursprünglich sollte diese Investition schon 2024 erfolgen. Allerdings wurden Haushaltmittel und Fördergelder in dieses Jahr übertragen. Jetzt muss das Projekt bis Jahresende fertig werden“, sagt Axel Röthling (SPD). Die Kosten für den Neubau betragen nach der bisher vorliegenden Kalkulation rund 317.000 Euro . Davon fließen 237.400 Euro Förderung.
317.000 Euro für neue Sanitäranlagen
Der Ersatzneubau des Sanitärgebäudes ist Teil des Doppelhaushaltes 2025/26, der jetzt vom Gemeinderat verabschiedet wurde. „Große Sprünge“, so Kämmerer Toralf Ender, „sind nicht drin. Die Haushaltlage ist durchaus als kritisch zu bezeichnen“. Das Zahlenwerk ist grundsätzlich nicht ausgeglichen. „Wir müssen in unsere Rücklagen greifen und bis Ende des Jahres 2026 rund 1,2 Millionen Euro entnehmen, um den Haushalt passend zu machen“, erklärt der Bürgermeister. Er sieht insbesondere in den steigenden Aufgaben, die die Kommunen übertragen bekommen, ein Problem. Denn die dafür zur Verfügung gestellten Mittel wachsen nicht in gleichem Maß mit an.
Wachsende Belastungen für kleine Kommunen
Unter anderem muss Eppendorf - wie auch alle anderen Gemeinden und Städte- die Lohnsteigerungen für ihr Personal tragen. Die Umlage, die Eppendorf an den Landkreis nach Freiberg überweisen muss, ist erneut gestiegen und beträgt nun rund 1.7 Millionen Euro.
erschienen am 01.07.2025