Bahnhofsverein drängt auf Beginn der Arbeiten

Bauvorhaben In Eppendorf stehen die Signale derzeit auf Rot

bahnhofsverein-draengt-auf-beginn-der-arbeiten
Eine Interessengruppe setzt sich für den Erhalt und die Sanierung des alten Bahnhofes in Eppendorf ein. Doch im Haushalt 2018 ist kein Geld eingestellt Foto: Knut Berger

Eppendorf. Die Mitglieder des Bahnhofsvereins Eppendorf fühlen sich von der Gemeindeverwaltung aufs Abstellgleis geschoben. "Nachdem ein entsprechender Fördermittelbescheid übergeben wurde, warten wir nun seit einem Jahr auf den Beginn der Bauarbeiten. Doch nun wissen wir, dass die Sanierung des historischen Gebäudes im Haushaltplanentwurf für 2018 nicht mehr enthalten ist", sagt Ulrike Seyfert, die CDU-Gemeinderätin und Vereinsmitglied ist.

Neue Situation erfordert Gespräch

Grundsätzlich sei angedacht, im alten Bahnhof unter anderem Vereinen ein Domizil zu geben. "Da jedoch nach wie vor nichts passiert, beginnen die Vereine, das Interesse zu verlieren und sich nach Alternativen umzuschauen", sagt Ulrike Seyfert. Der Verein fordert nun die Verwaltung auf, den gefassten Beschluss zum Um- und Ausbau umzusetzen und nicht weiter zu verschleppen.

Bürgermeister Axel Röthling (SPD) macht hingegen deutlich, dass sich gegenüber den ersten Planungen die Ausgangslage verändert habe. "Als wir den Fördermittelantrag gestellt haben, gingen wir von Baukosten von 600.000 Euro aus", sagt das Gemeindeoberhaupt. In den vergangenen Monaten wurde die Planung weiter vorangetrieben und präzisiert. Nunmehr stehen 820.000 Euro zu Buche.

"Somit würde sich unser Eigenanteil von 150.000 Euro unter Umständen jetzt auf 270.000 Euro erhöhen. Das ist für unseren Haushaltumfang eine gigantische Rechengröße. Diese neue Situation gilt es nun, im Gespräch miteinander zu bewerten", sagt Axel Röhtling.