Behindertenbeirat in Flöha neu gegründet

soziales Gremium will beraten und eigene Vorschläge einbringen

Flöha. 

Flöha. In der großen Kreisstadt Flöha gibt es ab sofort einen Behindertenbeirat. In einer konstituierenden Sitzung, die im Rathaus Flöha stattfand, wurde unter anderem der Vorsitzende des Beirates gewählt und die ersten Arbeitsschwerpunkte fixiert. Hauptaufgabe des Beirates wird es sein, die Stadtverwaltung und den Stadtrat in ihren Entscheidungen bezüglich der Berücksichtigung der Interessen Behinderter zu beraten.

Jörg Fetzer ist der Vorsitzende des neuen Gremiums. "Nach meinem Kenntnisstand gibt es einen solchen Beirat in Mittelsachsen nur noch in Freiberg und Roßwein", sagte der gebürtige Baden-Württemberger, der seit sechs Jahren in Flöha lebt und in der Landesdirektion Chemnitz als stellvertretender Referatsleiter arbeitet. Der 48-jährige Jurist war es auch, der vor zwei Jahren mit seiner Partnerin Jana Schlegel bei Flöhas Oberbürgermeister Volker Holuscha (Die Linke) vorsprach und die Gründung eines solchen Beirates anregte. Der Behindertenbeirat wird insbesondere Vorschläge in Sachen Barrierefreiheit und behindertengerechten Umbaus unterbreiten.Jana Schlegel agiert als Schriftführerin. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden hat Andreas Strunze übernommen. "Meine Familienmitglieder und ich haben selbst mit Behinderungen zu kämpfen. Deshalb will ich mich in diesem Beirat engagieren", sagte der Flöhaer. In der Stadt gebe es derzeit einige Dinge, die es aus Sicht des Beirates verändert werden müssten.