Bekommt Rochlitz einen zentralen Gesundheitsstandort?

Kommunaltag Landrat Matthias Damm zu Besuch in Rochlitz

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Von Links: Landrat Matthias Damm, Florian Claus (Geschäftsführer der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH) und Damms Beigeordneter Lothar Beier. Foto: Andrea Funke

Rochlitz. Während seines Kommunaltages besuchte Landrat Matthias Damm mit seinen Beigeordneten Lothar Beier sowie weiteren Referatsleitern und dem Oberbürgermeister der Stadt Rochlitz Frank Dehne verschiedene Einrichtungen der Muldestadt. Auch das Medizinische Versorgungszentrum, welches sich im ehemaligen Krankenhaus befindet, wurde in Augenschein genommen.

Der Geschäftsführer der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) Florian Claus zeigte die Einrichtung und erklärte den Gästen das Medizinkonzept. "Mein Ziel ist die Entwicklung eines zentralen Gesundheits- und Pflegestandortes in Rochlitz sowie ein funktionierendes ineinander greifendes System mit Pflege, ambulanter Versorgung und Gesundheitsdienstleistern aufzubauen in enger Zusammenarbeit mit den klinischen Strukturen der LMK in Mittweida", erklärte Florian Claus.

Nun muss sich das Bundesversicherungsamt entscheiden

Im ehemaligen Krankenhaus Rochlitz, in dem Anfang 2016 der stationäre Klinikbetrieb eingestellt und die Unfallchirurgie nach Mittweida verlagert wurde, befindet sich jetzt ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit einer Kurzzeitpflege, Physiotherapie sowie einer radiologischen Gemeinschaftspraxis.

Um die ehrgeizigen Zukunftspläne umzusetzen, wurden im Juli 2017 Strukturfondsanträge beim Bundesversicherungsamt eingereicht. "Die Entscheidung darüber steht noch aus und wird sehnlichst von uns erwartet, damit wir, bei einem positiven Bescheid mit der Umgestaltung des Gebäudes beginnen können um das Haus weiter zu beleben", erklärt Landrat Matthias Damm.

Das Problem: fehlendes Personal

Vorgesehen ist den alten Klinikbereich mit Patientenzimmern in wohnliche Strukturen für einen zukünftigen Pflegebereich umzubauen. Inzwischen sei man auch aktiv auf Partnersuche und führe Gespräche mit Reha-Betreibern, Apotheken sowie Pflegeanbietern. In leeren Räumen könnten sich zudem auch Ärzte niederlassen.

"Das Problem dabei ist: Es gibt keine. Es fehlt offenbar Personal im ärztlichen- sowie Pflegebereich", stellt Claus fest. Um ein attraktives Wohnumfeld will sich die Stadtverwaltung kümmern, dazu gehören beispielsweise Bauplätze. Damm versicherte das klare Bekenntnis zum Standort Rochlitz und nach der Bewilligung der Anträge eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung bei der Umsetzung der Bauvorhaben.