Bellmann fordert bessere Arbeitsbedingungen für Erzieher

Perspektivwechsel Bundestagsabgeordnete kehrt für kurze Zeit in eine Kita zurück

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Foto: kali9/Getty Images

Freiberg. Erstmals ist in diesem Monat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Fachkräftegewinnung Erzieherinnen und Erzieher" zusammengekommen, um zu besprechen, wie dieser Beruf attraktiver gemacht werden kann.

"In den vergangenen Jahren wurde das Angebot an Kindertagesbetreuung massiv ausgebaut. Trotz oder gerade wegen dieser Erfolgsgeschichte muss der Ausbau - quantitativ wie qualitativ - weitergehen", so die mittelsächsische Bundestagsabgeordnete der CDU Veronika Bellmann. Entscheidend für ein gutes Angebot sind die Fachkräfte.

Bund und Länder wollen deshalb mehr Erzieherinnen und Erzieher für Kindertageseinrichtungen gewinnen, ihre Arbeitsbedingungen dauerhaft verbessern und für mehr Anerkennung sorgen.

"Ich weiß, dass Erzieherinnen und Erzieher wichtige Arbeit von unschätzbarem Wert für unsere Kinder, ihre Familien und unsere Gesellschaft als Ganzes leisten. Diese große Bedeutung spiegelt sich noch nicht entsprechend in Einkommen, Anerkennung und Aufstiegsmöglichkeiten der Erzieherinnen und Erzieher wider. Einer der Punkte, die meines Erachtens ebenfalls dringend besprochen werden müsste, sind die von mir schon lange geforderten Abminderungsstunden für Erzieher in Kindertagesstätten. In Zusammenarbeit mit den Trägern der Kitas sollte generell ein angemessenes tägliches Zeitbudget für Vor- und Nachbereitung von Erziehungs-und Bildungsarbeit eingeführt werden."

In dieser Woche wird Veronika Bellmann im Rahmen des Projektes "Perspektivwechsel" als Erzieherin eine kurzzeitige Urlaubsvertretung im Kinderhaus Freiberg übernehmen. Diesen Beruf übte sie bis 1992 zwölf Jahre lang aus.