Bergakademie Freiberg: Ein Grundstein für zwei Gebäude

Baustelle Millionenprojekt mit positivem Zeitdruck

Freiberg. 

Freiberg. Bei strahlendem Sonnenschein, aber heftiger Kälte legten am Montag dieser Woche Professor Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Bernd Engelsberger, Abteilungsleiter im Sächsischen Finanzministerium, und Uwe Gaul, Staatssekretär im Sächsischen Wissenschaftsministerium, den Grundstein für gleich zwei neue Laborgebäude der Freiberger Ressourcenuniversität.

Ergänzung des Nordflügels

Auf dem Gelände des historischen Clemens-Winkler-Baus sollen sie 2022 der chemischen und der physikalischen Fakultät Platz für Forschung und Lehre bieten. Zusätzlich ziehen dann auch das Institut für Elektronik und Sensormaterialien, das Institut für Mineralogie sowie das Hochdruck-Forschungszentrum ein. Äußerlich ergänzen sie den bereits 2014 fertiggestellten Nordflügel.

Ständiger Wandel auf dem Campus

Uwe Gaul brachte es bei der Grundsteinlegung für die zwei neuen Laborgebäude auf den Punkt: "Das Gesicht des Campus verändert sich nahezu im Halbjahrestakt." Die umfangreichen Baumaßnahmen, die derzeit auf dem Gelände der Ressourcenuniversität im Gange sind, lassen auch keinen anderen Schluss zu. Neben dem Neubau des Zentrums für Hochtemperatur-Stoffumwandlung und der Bibliothek auf dem ehemaligen Messeplatz sind nun zwei weitere Komplexe hinzu gekommen.

Zeitdruck: Fertigstellung bis Sommer 2022

Die beiden Laborgebäude nehmen nach ihrer Fertigstellung vor allem die chemische Institute der Fakultät für Chemie und Physik auf. Dabei entstehen auf rund 4.500 Quadratmetern Nutzfläche für Labore, Lagerflächen und Auswertungen. Rund 53 Millionen Euro wird all das kosten und die Finanzierung erfolgt überwiegend aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Damit ist auch der Zeitraum für die Fertigstellung im Sommer 2022 zementiert, denn alles muss vor Beendigung der Förderperiode abgeschlossen sein.

Modernisierung von historischem Gebäude geplant

Danach ist aber noch nicht Schluss auf dem Areal. Denn nachdem ein großer Umzug aus dem Clemens-Winkler-Bau hinüber in die neuen Häuser erfolgt ist, wird das historische Gebäude umfassenden Modernisierungsmaßnahmen unterzogen, wie Bernd Engelsberger, Abteilungsleiter im Sächsischen Finanzministerium sagte. Dafür stehen dann 20 Millionen Euro bereit. Das alte Haus präge derzeit das Bild der TU an der Leipziger Straße, meinte Uwe Gaul. "Es ist ein Befreiungsschlag, sich nun neu zu orientieren", so Gaul weiter. "Mut aufzubringen für radikale Neuerungen hat in Freiberg Tradition." Man stehe damit in der Tradition des Namensgebers Clemens Winkler.