Bergbau und weißes Gold

Ausstellung Seltene Sammlung in Freiberg

Achim Middelschulte aus Essen ist nicht nur Bergassessor und Ehrendoktor der TU Bergakademie, sondern auch leidenschaftlicher Sammler. Seit Generationen ist seine Familie mit dem Bergbau verbunden. Ihn begeistert daran eine ganz besondere Facette. In den 1970er-Jahren begann er, Porzellan zu sammeln, welches Motive des Bergbaus darstellt. Mit der Zeit wuchs diese Sammlung immer mehr an und ist nun die wohl größte ihrer Art weltweit. Aus Anlass des Jubiläums der TU Bergakademie gingen die wertvollen Stücke auf Reisen und sind nun in einer Sonderausstellung der terra mineralia im Schloss Freudenstein zu bestaunen. "Die etwa hundert Stücke stammen fast ausnahmslos aus dem 18. Jahrhundert", erläutert Middelschulte. Mit dabei ein etwas verunglücktes Exponat, dem man ansieht, dass mit ihm experimentiert wurde. Der Sockel des Bergmanns ist schief, auch die Armhaltung stimmt nicht. Aber dennoch: "Diese Figur ist die älteste Bergmannsdarstellung in Weißporzellan überhaupt", so der Sammler. Anna Dziwetzki, Leiterin der terra mineralia, ist über die Ausstellung besonders erfreut. "Zu sehen ist die perfekte Symbiose aus Bergbau und Ästhetik", lobt sie. Noch bis zum 28. Februar 2016 kann sich jeder davon überzeugen.