Bergbauparcours soll entstehen

Einweihung Bergbaugarten am Huthaus Einigkeit

Freiberg. 

Freiberg. Zugegebenermaßen war zur Einweihung des neuen Bergbaugartens am Museum "Huthaus Einigkeit" in Brand-Erbisdorf zunächst einmal ein großer Biber der Star für die rund 60 Kinder, die gekommen waren, um einen Tag auf den Spuren des Bergbaus zu verbringen. Das überdimensionale Tier ist das Maskottchen des OBI-Baumarktes und hatte allen Grund, dabei zu sein, denn das Unternehmen spendete für den Bergbaugarten einen Ofen, mit dem man ein Schmiedefeuer entfachen kann. "Es soll ein Bergbauparcours entstehen, an dem nachvollziehbar wird, welchen Weg das Erz von unter Tage bis zum Metall nimmt", erzählt Frank Brendler vom Verein Historischer Bergbau Brand-Erbisdorf. Ausgangspunkt sind Quarz- und Gneisgesteine. Demnächst werden Gleise verlegt, auf denen ein richtiger Grubenhunt rollen kann, der das Erz dann zu einer kleinen Kaue bringt, in welcher eine Scheidebank aufgebaut wird. Schlusspunkt ist dann die Schmiede, zu der man inzwischen einen Amboss erworben hat. Der musste allerdings in der Lausitz beschafft werden, weil alle, die solch ein Arbeitsgerät noch besitzen, dieses nur ungern hergeben. Der Bergbaugarten soll zu einem festen Bestandteil des Museums auf der Reußenhalde werden. Anfang des Jahres hatte der Pächter die Parzelle an das Museum zurückgegeben und im Sommer machte man sich mit vielen fleißigen Helfern daran, das Areal herzurichten. Auf Einladung des Kinder- und Jugendfreizeitzentrums JUFZ konnten nun die Ferienkinder bei der Einweihung dabei sein.