Berggottesdienst soll an Silberbergbau erinnern

Historie Falkenau erinnert an Bergbau von vor über 175 Jahren

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Zwischen Grubenhunt und Kirche wird eine symbolische Brücke geschlagen. Foto: Ulli Schubert

Falkenau. 175 Jahre nach dem Ende des Silberbergbaus in Falkenau laden die Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Flöha-Niederwiesa und der Heimatverein Falkenau am 20. August um 9 Uhr erstmals zu einem Berggottesdienst in die Kirche des Flöhaer Ortsteils ein.

Als Erinnerung an vergangene Zeiten

Mit dem Berggottesdienst soll an die bergmännische Geschichte des Ortes erinnert werden, um deren Erforschung sich insbesondere Mike Glöckner vom Heimatverein verdient gemacht hat. Sie war fast in Vergessenheit geraten, obgleich sie das Leben im Dorf durchaus eine lange Zeit prägte.

Letzte Zeugnisse dieser Zeit finden sich im Zechengrund, hinter dem Falkenauer Freibad. Fast 300 Jahre wurde nach Silber und anderen Erzen gegraben. Mit wie viel Mühe und Gefahren dies verbunden war, kann man heute nur noch erahnen.

Gleiches gilt für die Frömmigkeit der Bergleute, die ihr Tagwerk mit einem Gottesdienst in der Betstube begannen und ebenso nach glücklicher Ausfahrt Gott für alle Bewahrung dankten. So ist es nicht falsch, wenn in einem Berggottesdienst an diesen Teil der Ortsgeschichte erinnert wird.

Wichtigstes Gut damals: Das Licht

Wie wichtig das Licht für jeden Bergmann war, kann sich jeder vorstellen. Deshalb kreisen viele bergmännische Traditionen um das Licht. Auch im Berggottesdienst soll es um die Erfahrungen mit Licht und Finsternis gehen. So wird der Spruch aus Psalm 119 Motto für den Gottesdienst sein: ,,Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege".

Vor dem Berggottesdienst, der am 20. August 9 Uhr in der Falkenauer Kirche beginnt, wird ein kleiner Bergaufzug vom Grubenhunt bis zur Kirche stattfinden.