Bergmannsstollen angeschnitten

Genuss Scheiben für den guten Zweck

bergmannsstollen-angeschnitten
Ob das alles richtig abläuft? Bäckermeister Oliver Härtig (l.) schaut Bergstadtkönigin Carolin I. und Oberbürgermeister Sven Krüger beim Stollenanschnitt zu. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Manches war neu beim traditionellen Stollenanschnitt auf dem Freiberger Christmarkt am vergangenen Samstag. Und alle waren davon begeistert. Schon allein der Auftritt des eigentlichen Hauptdarstellers an jenem Tag, des Riesenstollens, war den Besuch wert. Das über zehn Meter lange Gebäck, geschaffen in der Bäckerei Härtig in St. Michaelis, wurde von starken Bergmännern hereingetragen, während Bergstadtkönigin Carolin I., Engel Maria, Oberbürgermeister Sven Krüger und der Weihnachtsmann in der prachtvollen Kutsche vorfuhren. Das Bergmusikkorps Saxonia spielte und die Sonne lachte dazu. Perfekter konnte es kaum werden. Lange ließen sich die Bergstadtkönigin und der Oberbürgermeister nicht bitten, den Stollen anzuschneiden und zu kosten. Dann wurde er für zwei Euro das Stück an die wartenden Zuschauer verkauft. Der etwas höhere Preis hatte natürlich einen besonderen Hintergrund. "Das Geld wird für einen guten Zweck gebraucht", sagt Bäckermeister Oliver Härtig. "In diesem Jahr geht es an den Verein Harfenspiel." Mit speziell hergestellten Instrumenten, sogenannten Veeh-Harfen, benannt nach ihrem Erfinder Hermann Veeh, lernen hier Menschen mit Down-Syndrom das Musizieren, treten mit ihren Harfen auch auf. Seit 2015 gibt es eine solche Gruppe in Freiberg. Als deren Vertreter bedankten sich Helga Bernd und der Schauspieler Matthias Brade für die Spende. Sie luden dazu ein, am 14. Dezember um 15.45 Uhr auf dem Christmarkt dabei zu sein, wenn ein solches Konzert stattfindet.