Bergruinen werden aufgepeppt

Tourismus Kommune kauft Land auf Rochlitzer Berg

Geht es nach einem Konzept mit der Überschrift "Die Welt des roten Porphyr", dann soll sich künftig das Plateau des Rochlitzer Berges in einen Ort für Erholung und kreatives Schaffen verwandeln. Damit das gelingt, müssten jedoch die Ruinen im Bergareal grundhaft saniert und für touristische Zwecke umfunktioniert werden. Um die bereits bestehenden Attraktionen in dem einzigartigen Steinbruch auszubauen, hat sich jetzt die Stadt Rochlitz entschieden, dort insgesamt drei weitere Flächen mit einer Gesamtgröße von knapp 20.000 Quadratmetern vom Staatsbetrieb Sachsenforst zu erwerben. Das bestätigte die Rochlitzer Oberbürgermeisterin Kerstin Arndt auf Nachfrage von BLICK. "Die Flächen befinden sich in direkter Nähe des Gleisbergbruches und dem Porphyrlehrpfad", sagte Arndt. Auf ihnen stehen die alte Schmiede und das ehemalige Sozialgebäude. Das Konzept sieht vor, letzteres in den nächsten zwei Jahren auf Vordermann zu bringen, um es zukünftig als Seminargebäude zu nutzen. "Der Antrag für das Bauprojekt liegt bereits vor", erklärt die Stadt-Chefin. Finanziell gestemmt werden soll die Maßnahme mit Geld der Kommune als auch Fördermitteln, die vom Freistaat Sachsen und der Europäischen Union kommen. Möglich wird das, weil sich das Projekt in der förderfähigen Leader-Region "Land des roten Porphyr" befinden. "Wir hoffen, dass durch diese und viele weitere Maßnahmen der Rochlitzer Berg an Attraktivität gewinnt, die auch den umliegenden Gemeinden zugute kommen wird", betont Dorothea Palm, die Geschäftsführerin der Touristinformation des Heimat- und Verkehrsvereins "Rochlitzer Muldental" ist. Dieser beobachtet schon jetzt, dass die Zahl der Berg-Touristen von Jahr zu Jahr ansteigt. Zum Bekanntheitsgrad erheblich beigetragen hatte vor einigen Monaten eine Umfrage der Heinz-Sielmann-Stiftung im Internet, wo das schönste Geotop Deutschlands gesucht wurde. Dabei schaffte es der einzigartige Steinbruch am Ende auf den vierten Platz.