Bergstadtadel heiratet die Puhdys

Zeremonie Die Alt-Rocker werden zu Freiherren

Freiberg. 

Vergangenes Wochenende feierten die Puhdys, zu denen man wirklich nicht mehr viel erzählen muss, mit zahlreichen Fans im Tivoli ihr Bandjubiläum, das 43., um genau zu sein. Diesmal erwartete die fünf Herren vorab eine Überraschung ganz besonderer Art im Rathaus, denn dort sollten sie mit den Bergstadtköniginnen der letzten fünf Jahre "verheiratet" werden. Der Einladung konnten allerdings nur vier Mitglieder folgen, denn "Bimbo" Rasym war unpässlich und schonte sich für das Konzert am Abend, was wiederum "Maschine" Birr in die glückliche Lage versetzte, zwei Damen an seiner Seite zu haben. Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm erläuterte gut gelaunt den tieferen Sinn der Aktion: "Sind die Herren mit den Damen von mir verehelicht, genießen sie das Privileg, Freiherren von Freiberg genannt zu werden." Per Los wurden die Königinnen zugeteilt und nachdem der Oberbürgermeister ihnen allen ein kräftiges "Ja." entlockt hatte, waren die Musiker offiziell sowohl Freiherren als auch Bigamisten. "Was lasst ihr euch eigentlich zum Fünfzigsten einfallen?", wollte "Quaster" Hertrampf wissen. "Baut ihr uns dann 'ne Gruft?" Klaus Scharfschwerdt hatte eine bessere Idee. "Als Freiherren können wir doch in Gemäldeform hier an den Wänden hängen", schlug er vor. Doch ist das noch eine Weile hin. "Eingehängt" Meyer wäre dann 79 Jahre alt. Fest steht lediglich, dass die Puhdys nächstes Jahr wiederkommen. Was sie dann erwartet, wird man sehen. Freiberg ist steigerungsfähig.