Bergstadtfest in Freiberg: Heiß, herzlich und trotzdem wunderschön

Freiberg feiert trotz Hitze mit Herz und Verantwortung

Freiberg

Es war ein Bergstadtfest unter erschwerten Bedingungen. Die Hitze bestimmte den Rhythmus, sorgte für Absagen und verlangte Veranstaltern, Mitwirkenden und Besuchern viel ab. Doch genau darin zeigte sich die Stärke dieses Wochenendes. Verantwortungsvolle Entscheidungen, reichlich Trinkmöglichkeiten und erfrischende Sprühanlagen machten deutlich, dass Sicherheit und Festfreude gut zusammenpassen können.

Vereinsfest mit Schwung auf der Blick-Bühne

Zum Abschluss gehörte der Obermarkt den Vereinen. Beim Blick Freiberg / Flöha Vereinsfest zeigten die Zumba-Ladies, wie viel Lebensfreude in Bewegung steckt. Auch die orientalische Tanzformation Anja Anjana brachte Farbe, Anmut und Rhythmus auf die Bühne. Dazu sorgte die Jumping-Fitness- Gruppe für sportliche Energie. Trotz der Hitze blieb die Stimmung locker, herzlich und voller Applaus.

Berggottesdienst als würdiger Höhepunkt

Am Vormittag hatte der Freiberger Dom St. Marien einen besonderen Moment erlebt. Der Berggottesdienst mit der historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft, ihren prachtvollen Uniformen und zahlreichen Gästen wurde zu einem feierlichen Zeichen bergmännischer Tradition. Gäste aus Wałbrzych in Polen, aus Tschechien und Österreich, das Bergmusikkorps Saxonia Freiberg sowie viele Freiberger Bürger gaben dem Gottesdienst einen würdigen Rahmen.

Stadtradelsieger geehrt in festlicher Atmosphäre

Bereits zuvor wurden die erfolgreichsten Teilnehmer des Freiberger Stadtradelns ausgezeichnet. Auch hier machte die große Hitze den Termin anspruchsvoll. Umso bemerkenswerter war die festliche, wertschätzende Atmosphäre, in der Engagement für Klimaschutz, Bewegung und Gemeinschaft geehrt wurde. Die Ergebnisse übertrafen in allen Kategorien die Leistungen des Vorjahres, teilweise sogar bei weitem,

Erste Fahrt mit dem Ferkel-Taxi

Ein weiterer schöner Festmoment war die Dokumentation der ersten Fahrt des Ferkel-Taxis. Als Bergstadtexpress verband der historische Triebwagen Freiberg mit Brand-Erbisdorf und wurde damit selbst zu einem kleinen rollenden Festereignis. Nostalgie, Technikgeschichte und Bergstadtfestfreude kamen hier auf besondere Weise zusammen.

So bleibt dieses Bergstadtfest in Erinnerung. Nicht alles konnte stattfinden, manches musste aus gutem Grund abgesagt werden. Doch gerade die Absage der Kinderbergparade, der großen Bergparade und des Kindertobe-Festes zeigte Verantwortungsbewusstsein. Das Kompliment an die Veranstalter fällt deshalb umso größer aus. Freiberg hat gefeiert, umsichtig gehandelt und trotz Hitze ein wunderschönes Fest erlebt.

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