Bergstadtfest in Freiberg: Vier Tage voller Musik, Tradition und Familienfreude

Vom 25. bis 28. Juni verwandelt sich die Silberstadt wieder in eine große Festmeile. Mehr als 100.000 Besucher, rund 100 Programmpunkte und viele besondere Höhepunkte versprechen ein stimmungsvolles Bergstadtfest.

Freiberg

Wenn sich Freiberg Ende Juni in Feierlaune zeigt, liegt wieder ein ganz besonderer Zauber über der Stadt. Zwischen Obermarkt, Weindorf, Rummelplatz und Familienareal entsteht für vier Tage eine Welt aus Musik, Tradition, Begegnung und Sommerstimmung.

Freiberg zählt die Tage bis zum Festbeginn

Vom 25. bis 28. Juni lädt Freiberg zur 39. Auflage des Bergstadtfestes ein. Die Veranstalter setzen auf Kultur, Tradition, Musik, Familienfreude und Genuss. Erwartet werden erneut mehr als 100.000 Besucher.

Rund 100 Programmpunkte auf zehn Bühnen und in verschiedenen Erlebniswelten sorgen für viel Abwechslung. Lokale Bands, bekannte Acts, vier Radiosender, stimmungsvolle Partys, Familienprogramme, Rummelspaß und der verkaufsoffene Sonntag gehören ebenso dazu wie das Höhenfeuerwerk zum Abschluss.

Der offizielle Auftakt beginnt am Donnerstagabend

Die Eröffnung ist am Donnerstag, 25. Juni, um 18 Uhr. Dann wird auch die neue Silberstadtkönigin feierlich gekrönt. Nach zwei erfüllten Amtsjahren übergibt Laura I. ihr Ehrenamt an Emely Rausch, die künftig als Emely I. die Silberstadt vertreten wird.

Laura Schröter habe ihre Aufgabe mit Herzlichkeit, Würde und großem persönlichem Einsatz ausgefüllt. Neben ihrer Berufstätigkeit sei sie unermüdlich unterwegs gewesen und habe Freiberg nahbar und überzeugend repräsentiert. Besonders am Herzen lagen ihr die Kinder. Auch außerhalb Freibergs sei sie eine hervorragende Botschafterin gewesen.

Mit Emely Rausch beginnt nun ein neues Kapitel. Die Lehramtsstudentin engagiert sich bei der Freiberger Feuerwehr, begleitet Kinder und Jugendliche und bringt auch als Tänzerin Disziplin und Leidenschaft mit.

Die Parade gehört wieder zu den großen Höhepunkten

Ein besonderer Höhepunkt ist die traditionelle Berg und Hüttenparade mit zirka 800 Mitwirkenden. Sie gehört seit Jahren zu den eindrucksvollsten Bildern des Festes und bringt bergmännische Tradition mitten in die Stadt.

Auch der neue Bergstadtfest Jubiläums Pin erzählt von dieser Geschichte. Er zeigt unter anderem den Klaubejungen, der an das 30-jährige Jubiläum der Kindergruppe der Historischen Freiberger Berg und Hüttenknappschaft erinnert.

Früher trennten Klaubejungen das Erz vom tauben Gestein und lernten so früh die harte Welt des Bergbaus kennen. Heute trägt die Figur die Erinnerung liebevoll weiter. Der Pin ist ab sofort erhältlich und unterstützt das Bergstadtfest.

Genuss, Rummel und Partystimmung in der ganzen Innenstadt

Für Genuss sorgen rund 40 Händler mit Speisen und Getränken. Der große Parkplatz an der Erbischen Straße wird zum Rummelplatz. Im Weindorf lockt ein nostalgisches Riesenrad mit schönem Blick über das Fest.

An der Sparkasse und an der ehemaligen Post entsteht die Party Area. Die irische Bühne zieht auf die Petersstraße. So verteilt sich das Festgeschehen erneut über viele beliebte Orte in der Innenstadt.

Wichtige Sperrung auf der Bundesstraße

Organisatorisch wichtig ist die Sperrung der Bundesstraße 173. Sie gilt von Donnerstag, 0 Uhr, bis Sonntag, 23 Uhr. Wer zum Fest anreist, sollte das bei der Planung berücksichtigen.

Schon die Anreise wird Teil des Erlebnisses

Wenn vom 25. bis 28. Juni Bergstadtfest ist, wird auch die Anreise zum Erlebnis. Der Bergstadtexpress bringt wieder Bewegung auf die Schiene und verbindet Freiberg mit Brand-Erbisdorf sowie das Umland mit dem Festgeschehen.

Zwischen Freiberg und Brand-Erbisdorf fahren die beliebten roten historischen Schienenbusse, liebevoll Ferkeltaxi genannt. Sie verkehren im Stundentakt und machen die Fahrt zum Fest bequem, charmant und nostalgisch.

Praktisch ist das Angebot für alle, die den Festabend unbeschwert genießen möchten. Am Freitag und Samstag fahren die Sonderzüge bis spät in die Nacht. Am Sonntag ist zusätzlich eine Rückfahrt um 20 Uhr nach Brand-Erbisdorf vorgesehen.

Auch die Zellwaldbahn ist wieder dabei

Auch die Zellwaldbahn wird einbezogen. Zwischen Freiberg und Großvoigtsberg verkehren Triebwagen im Zweistundentakt. In Freiberg besteht regelmäßig die Möglichkeit zum Umstieg.

Möglich machen dieses besondere Angebot die Interessengemeinschaft Freiberger Muldentalbahn und der Förderverein Zellwaldbahn gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfern, Partnern und Unterstützern aus der Region. Ihr Einsatz zeigt, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt.

Kinder unter sechs Jahren fahren kostenfrei mit. Deutschlandticket und gültige VMS-Zeitkarten werden anerkannt. Pro Person und Fahrt fällt dann ein Sonderzugzuschlag von zwei Euro an. Alle Fahrpläne, Tarife und weiteren Hinweise gibt es unter www.bergstadtexpress.de.

Vorschüler zeigen beim Fest ihre eigene kleine Parade

Wenn Kinder mit leuchtenden Augen bergmännische Tradition erleben, wird Geschichte lebendig und ganz leicht. Rund um das Bergstadtfest stehen in diesem Jahr die jüngsten Freiberger besonders im Mittelpunkt.

Ein Höhepunkt ist die Miniparade der Freiberger Vorschüler. Rund 400 Kinder aus allen 21 Kindertageseinrichtungen der Stadt ziehen am Freitag um 10 Uhr vom Schloßplatz über die Burgstraße bis zum Obermarkt. Dort singen sie gemeinsam mit Bürgermeister Martin Seltmann das Steigerlied, das zuvor fleißig geübt wurde.

Begleitet werden sie von der Historischen Freiberger Berg und Hüttenknappschaft sowie vom Bergmusikkorps Saxonia. Anlass ist der fünfte Geburtstag der Welterbe Entdecker.

Welterbe soll für Kinder erlebbar werden

Das Projekt bringt Kindern spielerisch nahe, warum die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří so besonders ist und welche Rolle Freiberg darin spielt. Die Kitas wählen aus vielen Angeboten.

Dazu gehören Rathausführungen, die Petriturmbesteigung, Besuche in der Uniformkammer, die Silberstadtbahn, Basteln mit der Silberstadtkönigin, Orgelpfeifen im Silbermann-Haus, der Freibergsdorfer Hammer und das Stadt und Bergbaumuseum mit der Gezähekiste zum Mitnehmen.

Zwischen Weingasse und Buttermarkt wartet das Familienareal

Beim Bergstadtfest dürfen Kinder ihr eigenes Festprogramm entdecken. Im großen Kinder und Familienareal zwischen Weingasse und Buttermarkt, im Mittelsächsischen Theater und auf der Bühne in der Nikolaikirche wartet ein buntes Angebot, das kleine Besucher nach Lust und Laune zusammenstellen können.

Hier wird gesungen, getrommelt, getanzt, gelesen und natürlich ganz viel ausprobiert. Kinderchor, Percussion, Trommelshow, Kita-Programm, Jugendgottesdienst, Lesungen, Märchenbühne, Kinderdisko, Tanzgruppen und musikalische Angebote sorgen dafür, dass jedes Kind seinen Lieblingsmoment findet.

Wer es kreativ mag, kann basteln, malen oder gestalten. Auch Kinderschminken und eine Kreativecke im Mittelsächsischen Theater gehören dazu.

Bewegung, Wissenschaft und ganz viel Entdeckerfreude

Zwischen Weingasse und Buttermarkt gibt es zudem Angebote rund um Bewegung, Gesundheit und Wohlfühlen. So erfahren Kinder spielerisch, wie man fit bleibt und dabei Spaß hat. Auch die Tischkicker des Pinshot Freiberg e.V. sowie das TeeEi mit Chilllounge und Crêpes gehören zum Kinder und Familienareal.

Wer nach dem kreativen Teil noch überschüssige Energie loswerden möchte, ist auf dem Schlosshof genau richtig. Bei den Kindertobetagen können sich Mädchen und Jungen nach Herzenslust auspowern.

Spannend wird es auch am Samstagvormittag auf dem Schlossplatz. Dort lädt die Junior-Uni ein. Kinder erfahren mehr über wissenschaftliches Tauchen sowie über Mülltrennung und Müllvermeidung.

Besonders sehenswert sind außerdem die Bühnenprogramme in der Nikolaikirche. Weil die Stände im Kinder und Familienareal lange geöffnet sind, bleibt genug Zeit für eine große Entdeckerrunde.

Vereine rücken am Sonntag auf die Hauptbühne

Am Sonntag, 28. Juni, gehört die Hauptbühne auf dem Obermarkt nicht nur Musik und großen Festmomenten, sondern auch der Lebensfreude aus Freibergs Vereinen und Initiativen. Der Blick Freiberg/Flöha präsentiert am letzten Tag des Bergstadtfestes ein buntes Vereinsprogramm, das Bewegung, Rhythmus, Geselligkeit und sportliche Energie miteinander verbindet.

Begrüßt werden die Gäste von Verkaufsleiterin Marion Schreiber. Durch das Programm führt Moderator Tino Rotter, der die Auftritte begleitet und die Formationen vorstellt.

Den Auftakt gestalten Juliette Göbel und ihre Zumba Ladies United. Neun Frauen zeigen unter dem Motto „Let‘s Zumba“, wie ansteckend lateinamerikanische Rhythmen sein können.

Anschließend führen die Silver Miners in die Welt des Square Dance. Die Freiberger Formation zeigt, dass Tanzen im Quadrat nicht nur gesellig ist, sondern auch Konzentration, Teamgeist und Freude an Bewegung verlangt.

Orientalisch und ausdrucksstark wird es mit DanceSmile um Anja Stenzel. Die Deutsche Meisterin im orientalischen Tanz begeistert mit Eleganz, Ausstrahlung und Können. Zahlreiche Meistertitel, darunter Gold für die „Minis“ und Silber bei „Tanzen ohne Grenzen“, zeigen die Offenheit dieser Tanzkunst.

Sportlich endet das Programm mit Jumping Freiberg. Trainer Maria und Sylvio Funke sowie Marc Homilius stellen Jumping Fitness vor, ein schweißtreibendes Training auf dem Trampolin, das Kondition, Musik und Spaß verbindet.

Zum Finale wartet noch ein leuchtender Abschluss

Vier Tage lang will Freiberg beim 39. Bergstadtfest zeigen, wie eng Tradition, Sommerstimmung und Stadtleben zusammengehören. Zwischen Parade, Familienareal, Party Area, Sonderzügen und Vereinsbühne entsteht ein Fest, das viele Generationen zusammenbringt.

Und wenn am Ende das Höhenfeuerwerk den Himmel über der Stadt erleuchtet, findet ein langes Festwochenende seinen stimmungsvollen Abschluss.

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