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Überraschungen in der Tiefe

Sanierung Merkurschacht in Gersdorf wird gesichert

Das Bernsteinzimmer werden wir hier bestimmt nicht finden", sagt Michael Kühn vom Oberbergamt Freiberg, der als Projektleiter für die Sanierung des alten Merkurschachtes im Gelände des Gersdorfer Betonwerkes verantwortlich ist. Derzeit wird in dem Schacht, der einst bei der Steinkohlensuche angelegt wurde, senkrecht nach unten gegraben. Material, was eingefüllt wurde, muss nun wieder heraus, denn die Anlagen wurden einst nicht so gesichert, dass es dauerhaft haltbar wäre. In fast 25 Metern sind die Bergleute schon angekommen.

Der Weg zum Arbeitsplatz führt über Leitern. Das Material, das Dietmar Popp und Martin Meier mit einer hydraulischen Baggerschaufel abtragen, gelangt aber mit technischer Hilfe nach oben. In 40 Metern Tiefe müssen dann Hohlräume gesichert werden, die im Zweiten Weltkrieg im Rahmen des Geheimprojektes "Okapi" entstanden waren. Hier sollten Teile der Rüstungsproduktion Zuflucht finden, als immer mehr Fabriken bombardiert wurden. Was genau vorgefunden wird, es unklar. "Bei solchen Projekten gibt es immer Überraschungen", so Kühn.

Das Vorhaben kostet rund zwei Millionen Euro, wobei auch Fördermittel der EU zum Einsatz kommen. Durch die sichere Verfüllung der alten Anlagen soll das gesamte Gelände stabilisiert werden, wodurch das Betonwerk die Möglichkeit bekommt, seine Anlagen zu erweitern.