Berufsberaterin gibt Schülern wertvolle Tipps

Vorgestellt Ute Kötzsch Claußnitz hilft bei der Berufswahl

Claußnitz . Die Neuntklässlerin Lea nutzt die große Pause, um sich Tipps von Berufsberaterin Ute Kötzsch in der Oberschule Claußnitz zu holen. Sie ist eine von 20 bis 30 Schülern, die donnerstags an der Tür der Berufsberaterin der Arbeitsagentur Freiberg klopfen. Seit einigen Jahren begleitet Ute Kötzsch bereits die Schüler von Klasse 7 bis 10 in Sachen Berufswahl. Seit diesem Schuljahr bietet sie jeden Donnerstag ihre Sprechstunde an.

Unbürokratisch und ohne lange Anmeldezeiten

"Das bietet große Vorteile. Ich kann die Schüler viel besser kennenlernen und durch den wöchentlichen Rhythmus baut sich ein gutes Vertrauensverhältnis auf", berichtet die 53-Jährige, die seit dem Projektstart "Einführung der lebensbegleitenden Berufsberatung im Erwerbsleben" auch noch an den Oberschulen in Mittweida, Oberlichtenau und Burgstädt diesen Service anbietet. Immer mehr Schüler nutzen die Gelegenheit und kommen ganz unbürokratisch und ohne lange Anmeldezeiten in das Büro in der Schule. Damit ersparen sie sich den Weg nach Hainichen in die Arbeitsagentur, eine lange Anfahrt, Schulausfall und Wartezeiten.

Konkrete Unterstützung bei der Berufswahl

"In der Schule bin ich viel näher dran an den Schülern und ihren Problemen und auch die Lehrer profitieren, denn wir können uns auf kurzem Weg austauschen", berichtet die Berufsberaterin, die auch "Berufsorientierung" unterrichtet. In der 7. Klasse erhalten die Schüler einen Berufswahlpass, der Orientierung gibt. Für die Achtklässler wird es dann konkreter. Sie haben Werkstatttage, Praktika, beruflichen Unterricht, lernen den Umgang mit digitaler Technik und die Nutzung von Tablets der Arbeitsagentur.

Beratungstermine mit den Eltern möglich

Im Laufe der 9. Klasse sollten die verschiedenen Wege in das künftige Berufsleben schon absehbar sein. Die Schüler müssen sich entscheiden, ob sie eine Berufsausbildung anstreben, eine gymnasiale Ausbildung oder ein Studium nach dem Abschluss der Oberschule aufnehmen wollen. Durch die intensive Beratung und Information über den künftigen Beruf können auch Ausbildungsabbrüche vermieden werden. Oftmals vereinbart Ute Kötzsch auch am Nachmittag einen Beratungstermin mit den Eltern.