Die Heinrich Ludwig Verpackungsmittel GmbH in Siebenlehn hatte gleich mehrfach Grund zum Feiern: Vor 175 Jahren wurde das Unternehmen Heinrich Ludwig gegründet, seit 165 Jahren werden in Siebenlehn Verpackungen hergestellt. Zugleich wurde Seniorchef Achim Walcha für sein beeindruckendes 60-jähriges Betriebsjubiläum geehrt. Gemeinsam mit Familie, Mitarbeitenden sowie Vertretern von Stadt und Kirche entstand ein Fest voller Dankbarkeit, Erinnerungen und Zuversicht.
Dank an Mitarbeitende und Familie
Geschäftsführer Stefan Walcha dankte allen, die mit großem Einsatz zum Gelingen des Festes beigetragen hatten, besonders den Mitarbeitenden und der Familie. Auch der Firma Heide sprach er seinen Dank für Essen und Getränke aus. Mit Freude verwies er darauf, dass immer wieder moderne Druckmaschinen in Betrieb gehen können. Neue Technik erleichtert die Arbeit, spart Zwischenschritte und macht das Unternehmen fit für die Zukunft.
Eine Geschichte über sechs Generationen
Seniorchef Achim Walcha nahm die Gäste mit auf eine spannende Reise durch die Firmengeschichte. Heinrich Leberecht Ludwig führte zunächst zehn Jahre lang einen Kolonialwarenladen, bevor in Siebenlehn die Verpackungsproduktion begann. Bis heute trägt das Unternehmen seinen Namen und gilt als älteste Firma dieser Branche in Deutschland. Über sechs Generationen hinweg prägten Mut, Fleiß, Familienzusammenhalt und Wandlungsbereitschaft den Betrieb.
Durch schwere Zeiten getragen
Die Geschichte der Firma war auch von Kriegen, Enteignung, wirtschaftlichen Schwierigkeiten und politischen Umbrüchen geprägt. Im Ersten Weltkrieg hielten vor allem Frauen und Kinder den Betrieb aufrecht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen enteignet, später jedoch an die Eigentümer zurückgegeben. Auch in der DDR-Zeit blieben hohe Steuern, schwierige Kredite und die spätere Verstaatlichung große Herausforderungen.
Mit Mut in die neue Zeit
Nach der Wende stellte sich die Unternehmerfamilie dem Wettbewerb, modernisierte die Produktion, investierte in Hallen, Technik und neue Druckmaschinen und machte die Firma im In- und Ausland bekannter. Ein schmerzlicher Einschnitt war der Tod von Geschäftsführer Thomas Walcha im Februar 2023 nach einem Skiunfall. Die Lücke war groß, doch Familie und bewährte Mitarbeitende tragen das Unternehmen weiter.
Ein Fest voller Herzlichkeit
Für einen besonders liebevollen Moment sorgte Lissy Walcha mit einer Rede in Gedichtform, in der sie ihrem Großvater dankte und ihn charmant auf die Schippe nahm. Auch Bürgermeister Dr. Rolf Weigand und der Pfarrer Karsten Loderstedt würdigten das Unternehmen mit herzlichen Worten. So zeigte das Jubiläum, was diese Firma seit Generationen ausmacht: Beständigkeit, Familie, Arbeitseifer und ein starkes Miteinander.
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