Besser auf Hochwasser vorbereitet sein

Gespräche Vor-Ort-Termin im Naundorfer Rosental

Naundorf. 

Naundorf. Derzeit ist aller Orten die Rede von einem weiteren Dürresommer, der den von 2018 noch übertreffen könnte. Nicht zu Unrecht, denn bereits jetzt sind die Böden noch trockener als im Vorjahr und ausreichend Regen ist auf absehbare Zeit noch nicht in Sicht. Es ist aber auch noch nicht allzu lange her, da war das genaue Gegenteil das vordringlichste Gesprächsthema. Hochwasser suchten mehrfach den Freistaat heim. Noch nicht überall konnten alle Vorkehrungen für einen solchen Fall abgeschlossen werden. Bei den Anwohnern im mittleren Teil des Rosentals von Naundorf, Orstteil von Bobritzsch-Hilbersdorf, sind die Erinnerungen an die Hochwasser von 2002, 2006 und 2013 immer noch frisch. Die Bobritzsch lief damals an einer Flussbiegung über die Straße zurück und drückte Wasser in die Grundstücke. Die Landestalsperrenverwaltung im vorderen Teil in Richtung B 173 die Ufer mit massiven Mauern versehen lassen, und mit Blick auf das geplante Rückhaltebecken in Oberbobritzsch hätte das auch genügt. Aber das entsprechende Planfeststellungsverfahren ist aufgrund von Klagen einiger Umweltverbände in der Warteschleife.

Nach dem Hilfe-Ersuchen von Fritz Dittrich initiierte der Landtagsabgeordnete Steve Ittershagen einen Vororttermin mit Verantwortungsträgern. "Eine konzertierte Aktion zwischen Landestalsperrenverwaltung und Gemeinde wird kommen, das heißt temporäre Bauten in Form einer etwa 30 Zentimeter hohen Balkenlösung auf 50 bis 100 Metern Länge", konnte Ittershagen danach bekannt geben. "Die Details überlasse ich nun besser den Fachleuten", fuhr er fort. "Ich freue mich jedenfalls, dass ich in Naundorf etwas anschieben und damit ein Bürgeranliegen befrieden konnte."