Besucher pilgern zu Pfingsten aufs Hetzdorfer Viadukt

Fest Reichlich Gäste erschienen zur Pfingsparty

Peter Weiß und Roberto Grießbach beim musizieren. Foto: Knut Berger

Hetzdorf. Das Hetzdorfer Viadukt, über das zwischen 1869 und 1992 auf der Bahnlinie Dresden - Plauen unzählige Züge gerollt sind, wurde zum Pfingstwochenende einer besonderen Belastungsprobe unterzogen. Denn der Interessenverein Hetzdorfer Viadukt hatte zu seiner traditionellen Pfingstparty geladen. Dabei rückten die Gäste reichlich an, um auf dem 43 Meter hohen und knapp 330 Meter langen Bauwerk zwei Tage zu feiern. Die Leute pilgerten aber nicht nur aus der unmittelbaren Region zum Hetzdorfer Viadukt. Es gab auch Besucher, die eine etwas weitere Anreise gern in Kauf nahmen.

Damentrio startet in Chemnitz

So waren am frühen Sonntag Helga Schlegel, Gitta Wießner und Monika Jeltsch in Chemnitz mit ihren Rädern Richtung Hetzdorf aufgebrochen. "Wir machen seit rund 10 Jahren gemeinsam Radtouren", sagte Gitta Wießner, die nicht das erste Mal zur Pfingstparty auf dem Viadukt Station machte. In Leipzig ist die Familie von Ronald Meier zu Hause. "Wir haben zu den Feiertagen mit Kind und Kegel eine Unterkunft in Frankenstein bezogen und absolvieren heute unseren großen Wandertag", sagte das Familienoberhaupt. Natürlich ließen sie es sich nicht entgehen, die unmittelbar an der Brücke befindliche Bastei zu erklimmen. Und das es auf dem Viadukt noch herzhafte Verpflegung gab, spielte den Leipziger Wanderern natürlich in die Karten.

Kein Griechischer Wein, dafür Bratwurst

Unterdessen hatten die Mitglieder des Interessenvereins alle Hände voll zu tun, um die Gäste zu bewirten. Die Auswahl an Speisen und Getränken war ansprechend. So war Thomas Braun am Montag unter anderem damit beschäftigt, viele Bratwürste zu grillen. Allerdings gab es keinen Griechischen Wein im Ausschank. Dieser wurde hingegen von den Breitenauer Musikanten besungen, die am Pfingstsonntag auf der Brücke für gute Stimmung sorgen. Da die Musiker Peter Weiß und Roberto Grießbach seit Jahrzehnten im Unterhaltungsgeschäft aktiv sind, wussten sie ganz genau, welche Titel die Stimmung der Anwesenden hob. Während die einen diverse Gassenhauer mit sangen, schwangen andere das Tanzbein. Ihr Auftritt dauerte am Sonntag knapp drei Stunden, danach übernahm Rudi Berthold von der Diskothek Intercity aus Flöha die Regler. Er war auch am Pfingstmontag für die Unterhaltung zuständig.