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Besuchermagnet seit 1930

Talsperre Naherholungsgebiet als positiver Nebeneffekt

Die Talsperre in Kriebstein ist nicht erst seit den letzten Jahren ein beliebtes Reiseziel für Wochenendtouristen und Freizeitgäste. Bereits unmittelbar nach der Errichtung der Talsperre im Jahr 1929 siedelten sich die ersten Gaststätten rund um den aufgestauten See an. Neun Restaurants, darunter auch das Waldgasthaus Lauenhain und das Strandgasthaus Falkenhain, erlebte in der ersten und in der Folgesaison einen regelrechten Boom. Vor allem Wanderer und Angler entdeckten das neue Reservat für sich. Da die vielen Besucher irgendwo schlafen mussten, entstanden bald darauf auch erste Zeltplätze und Wochenendsiedlungen, erklärte Thomas Caro, Geschäftsführer vom Zweckverband Kriebsteintalsperre. Zuvor gab es in dem Tal außer der Lauenhainer Mühle kaum eine nennenswerte Besiedlung. 1909 entstand aber bereits der Plan die günstige Lage des Tales zwischen Mittweida und Waldheim für den Menschen nutzbar zu machen. Mit einem Gefälle von etwa 20 Metern auf nur wenigen Kilometern Länge, war der Ort ideal für eine Talsperre geeignet. 1927 begannen die zwei Jahre andauernden Baumaßnahmen. Auch wenn dies nach einem Eingriff in die Idylle der Natur klinge, sei das Bauprojekt in vielerlei Hinsicht wichtig gewesen, so Caro. Neben einem einzigartigen Naturschutzgebiet sei dadurch nicht nur eine ökologisch nachhaltige Stromversorgung geschaffen worden, sondern auch ein effektiver Hochwasserschutz. Das Naherholungsgebiet mit all seinen heutigen, modernen Freizeitmöglichkeiten, wie beispielsweise dem Kletterwald, sei dabei ein wunderbarer Nebeneffekt der rein wirtschaftlichen Grundidee der Stromerzeugung. Die Staumauer der Talsperre selbst ist 235 Meter lang und 34 Meter hoch. 36 Meter lange Druckrohre leiten das Wasser des Stausees in drei Turbinen. Die Talsperre ist insgesamt neun Kilometer lang, die breiteste Stelle beträgt 300 Meter. Das Stauvolumen umfasst maximal 11,3 Milliarden Kubikmeter Wasser. Das gesamte Areal der Talsperre Kriebstein steht unter Naturschutz.



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