Betreiber zeigt sich gesprächsbereit

Motorsport Zukunft der Wiesel-Strecke ist offen

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Kommt für die Endurofahrer auf der Wiesel-Strecke das Aus? Foto: Knut Berger

Flöha/Frankenberg. Dirk Rydzewski hat unlängst vom Landratsamt Mittelsachsen Post erhalten, deren Inhalt den Mühlbacher wenig erfreut hat. Denn darin wird er aufgefordert, auf der Motorsportstrecke zwischen Flöha und Frankenberg, dem sogenannten Wieselgelände, keine Sportveranstaltungen mehr durchzuführen.

Das Landratsamt begründet diesen Schritt mit der Einhaltung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Rydzewski will nun gegen diesen Bescheid zunächst Widerspruch einlegen. Seit 2004 hat er das Areal zu einer Enduro-Strecke ausgebaut, 2007 fand die erste Veranstaltung statt.

In der Folgezeit drehten die Piloten verschiedenster Alters- und Leistungsklassen zum Beispiel beim Wiesel-X, dem Echt Enduro-Cup, Kinder-Enduro und dem Sylvester-Enduro an den Gasgriffen. 2017 fand zu Ehren eines viel zu früh verstorbenen Mitglied des Wiesel-Teams der "Thomas Bach- Gedächtnislauf" statt. Insbesondere das Wiesel-X sei aus Sicht von Rydzewski für jeden Zuschauer ein großes Spektakel.

"Für die nationalen und internationalen Mitstreiter wäre es ein großer Verlust, wenn sie die anspruchsvolle Strecke auf mittelsächsischem Boden nicht mehr nutzen dürften", sagt der 38-Jährige. Zugleich betont der Veranstalter, dass nicht jedes Wochenende, sondern nur viermal im Jahr gefahren werde. Er sei sehr daran interessiert, das Gelände zu erhalten. "Ich bin auf gesprächsbereit und möchte mit dem Landratsamt eine Lösung finden", sagte Rydzewski.