Bezahlbarer Wohnraum für alle?

Besuch Politikerin Caren Lay diskutiert in Freiberg

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Caren Lay und Jana Pinka im Gespräch mit Jürg Kriesten und Thomas Buckreus (v.l.) von der Wohnungsgenossenschaft. Foto: K.Ufer/Büro Pinka

Freiberg. Die mittelsächsische Wohnungspolitik stand im Fokus einer Besuchsreise, welche die Bundestagsabgeordnete Caren Lay (Die Linke) nach Freiberg führte. Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Jana Pinka besuchte sie in der vergangenen Woche kommunale Wohnungsunternehmen und kam dabei auch mit sozialen Vereinen wie dem "Lichtpunkt" oder dem Projekt "Einheit der Verschiedenen" zusammen.

Förderprogramme für Wohnungsunternehmer

Über die Hintergründe bei der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft informierten sich die Politikerinnen im neuen Treffpunkt Friedeburg der Städtischen Wohnungsgesellschaft Freiberg aus erster Hand. Vorstand Tom-Hendrik Runge gab entsprechend Auskunft.

Dabei stand auch der altersgerechte Ausbau von Wohnraum auf der Tagesordnung. Einig war man sich darin, dass es besser wäre, könnten Gelder aus neuen Förderprogrammen nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von Wohnungsunternehmen beantragt werden. "Meine Forderung an den Freistaat ist, dass Fördergelder überhaupt an die Kommunen weitergereicht und nicht zweckentfremdet verwendet werden", sagte Caren Lay.

Bedürfnisse sollen berücksichtig werden

Auch der zweiten Freiberger Großvermieter, die Wohnungsgenossenschaft, wurde besucht. Im Gespräch mit den Vorständen Thomas Buckreus und Jürg Kriesten wurden vor allem die Vorzüge des Genossenschaftsprinzips unterstrichen. "Das Gemeinschaftsdenken und die Gemeinschaftsverantwortung sind unter den Mietern besonders ausgeprägt", betonten die Vorstände.

Man sei verstärkt darum bestrebt, den vorhandenen Wohnungsbestand mehr auf die unterschiedlichen Bedürfnisse auszurichten, etwa durch die Zusammenlegung von kleineren Wohnungen.

Um die Versorgung von sozial benachteiligten Menschen oder Flüchtlingen mit Wohnraum ging es im Gespräch mit dem Projekt "Einheit der Verschiedenen", das an den bislang erzielten Fortschritten einen hohen Anteil hat. Man habe Förderung für integrative Maßnahmen beantragt, um die Arbeit fortsetzen zu können, so Vorsitzender Erik Mädler. Doch gab es bislang keine Zusage. "Deshalb ist keine Planungssicherheit gegeben", so Mädler. Das gefährde auch die Herausgabe eines Wohnungsratgebers in vier verschiedenen Sprachen, dessen Druck kurz bevor stehe.