Bibliothekspreis 2025: Freiberg setzt mit KI-Projekt Maßstäbe für Sachsens Bibliotheken

Ministerin Klepsch würdigt KI-Projekt ALIMA

Freiberg

In der Universitätsbibliothek der TU Bergakademie Freiberg wurde am heutigen 12. Dezember der Sächsische Bibliothekspreis 2025 feierlich verliehen.

Preisverleihung in der Uni Bibo

Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch und der Vorsitzende des Bibliotheksverbandes Sachsen Lars Rohwer überreichten die Auszeichnung an die Universitätsbibliothek Georgius Agricola. Der Vormittag zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Zukunftsthemen auch zwischen Regalen und Lesesälen verankert sein können.

KI als Motor für den Bibliotheksalltag

Gewürdigt wurde eine zukunftsweisende Idee, mit der Bibliotheken Künstliche Intelligenz gezielt für Prozessoptimierungen im bibliothekarischen Alltag nutzen können. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro will das Freiberger Team einsetzen, um das Vorhaben umzusetzen. Die Ergebnisse sollen anschließend auf einer Mitgliederversammlung des Bibliotheksverbandes Sachsen den sächsischen Bibliotheken vorgestellt werden.

Stimmen aus Politik und Hochschule

In ihrer Ansprache betonte Ministerin Klepsch, die Projektidee zeige einen übertragbaren Weg, wie das Potenzial der KI Technologie praktikabel in den Alltag von Bibliotheken integriert werden könne. Rektorin Prof. Dr. Jutta Emes hob den Leuchtturmcharakter der Bibliothek als Ort gelebter Innovation hervor und verwies auf die digitalen Kompetenzen der Universität.

Dank, der berührt

Für besondere Momente sorgten die Dankesworte von Dr. Julia Meyer, Direktorin der Universitätsbibliothek, und Dr. Conrad Hübler, Fachreferent und Ideengeber des ALIMA Projekts. Sichtlich freudvoll würdigten beide die Arbeit ihrer Teams und machten deutlich, dass weder das Ergebnis ALIMA noch die Auszeichnung ohne deren Engagement möglich gewesen wäre.

Anerkennung für Schneeberg

Eine Anerkennung erhielt die Stadtbibliothek Schneeberg für ihr engagiertes KI Vermittlungskonzept für Kinder und Jugendliche, das trotz begrenzter Mittel Kreativität und Bildungsnähe beweist. Zugleich wurde damit ein Zeichen gesetzt für die Bedeutung kleinerer Bibliotheken. Seit 2013 wird der Preis jährlich vergeben, in diesem Jahr erstmals mit klarem Fokus auf umsetzbare Innovationsideen.