Bilanz der FFW Mittweida: 184 Einsätze in 2025

Fördermittelkürzung durch den Freistaat „extrem erschreckend“

Mittweida

Zu insgesamt 184 Einsätzen musste die Freiwillige Feuerwehr Mittweida im vergangenen Jahr ausrücken. Davon war die Stadtfeuerwehr bei 165 Einsätzen dabei. Die 184 Gesamteinsätze sind die zweithöchste Einsatzzahl nach 2023. Das Einsatzaufkommen hat sich auch im vergangenen Jahr wiederum erhöht. Es gab fünf Einsätze mehr als 2024. Das bedeutet erneut eine höhere Belastung für Mannschaft und Technik, stellte Stadtwehrleiter René Schröter fest.

Technische Hilfsleistungen am meisten gefragt

Am meisten gefragt war die Mittweidaer Wehr bei Technischen Hilfsleistungen, zu denen auch die Einsätze bei Verkehrsunfällen zählen. Diese hatten einen Anteil von 32,1 Prozent an den Gesamteinsätzen. Türnotöffnungen stehen mit 24,5 Prozent zu Buche. Bei 17,4 Prozent der Einsätze handelte es sich um Brände.

Erste Brandbekämpfung in der Silvesternacht

Zum ersten Brandeinsatz in 2025 wurden die Mittweidaer Floriansjünger unmittelbar nach dem Jahreswechsel alarmiert, erinnert Schröter. 1.55 Uhr in der Silvesternacht rückten sie zur Löschung eines brennenden Mülltonnenhauses in der Lauenhainer Straße aus.

Gebäude in Frankenau steht in Flammen

Der erste Großbrand im Jahr 2025 ereignete sich am 28. März im Ortsteil Frankenau. Ein großer Holzhaufen an einem Gebäude stand in Vollbrand. Das Feuer hatte sich bei Eintreffen der Wehr bereits ins Gebäudeinnere vorgearbeitet. Ein Begehen des Gebäudes war nicht möglich, da mehrere Türen verschlossen und das Treppenhaus und Zimmer vollgestellt waren. Somit blieb nur die Brandbekämpfung von außen. Diese dauerte zirka sechs Stunden.

Unterstützung bei Großbrand in Rochlitz

Der zweite Großbrand für die Mittweidaer Wehr steht für den 4. Dezember zu Buche. Um 22.53 Uhr wurden Mittweidaer Einsatzkräfte nach Rochlitz auf den Clemens-Pfau-Platz beordert. Dort brannte ein Dachstuhl. Dafür wurde auch die Mittweidaer Drehleiter benötigt. Zudem wurden Atemschutzgeräteträger an die Einsatzstelle nachalarmiert.

Personalstärke weiterhin gut entwickelt

Die Anzahl der Mittweidaer Kameraden hat sich 2025 weiter sehr positiv entwickelt, stellt Schröter fest. Demnach stehen sieben Neuzugängen nur zwei Abgänge gegenüber. Ende 2025 gehörten 56 Mitglieder der Stadtwehr an. Davon 7 Kameradinnen und 41 Kameraden, sowie 8 Kameraden mit einer doppelten Mitgliedschaft – der höchste Stand an Mitgliedern seit mehr als 20 Jahren.

Gute Unterstützung durch die Stadt

Schröter dankte den Mittweidaer Stadträten und Oberbürgermeister Ralf Schreiber für Investitionen, die die Stadt auch 2025 in die Sicherheit tätigte. Zu den größten Investitionen zählen die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges für die Ortsfeuerwehr Ringethal / Falkenhain / Kockisch sowie ein neues Gerätehaus für die Ortsfeuerwehr Lauenhain, das anlässlich des 100. „Geburtstages“ der Wehr im Spätsommer eingeweiht wurde.

Fördermittelkürzungen extrem erschreckend

Als wichtige Projekte der kommenden Jahre nannte Schröter u.a. die Sanierung oder den Neubau des Gerätehauses Tanneberg. Zudem ist dringend Ersatz für mehrere überalterte Einsatzfahrzeuge notwendig. Diese Projekte ohne Fördermittel umzusetzen, sei der Stadt nicht möglich. Die Feuerwehrleute hoffen deshalb auf Einsicht bei der sächsischen Landesregierung. „Die jetzigen Kürzungen der Fördermittel für den Landkreis durch die Landesregierung ist für uns extrem erschreckend“, erklärt Schröter.

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