Bilder von Wolfgang Seidel in der Musikschule

Ausstellung Gemalt wird nichts

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Eine Ausstellung von Wolfgang Seidel ist gegenwärtig in der Musikschule in Flöha zu sehen. Foto: Ulli Schubert

Flöha. Seit vergangener Woche ist in der Flöhaer Musikschule eine neue Ausstellung zu sehen, die während der weihnachtlichen Musizierstunde eröffnet wurde. Gezeigt werden Bilder von Wolfgang Seidel, der den Großteil seines Lebens in Chemnitz lebte und mittlerweile in Falkenau zuhause ist. "Gemalt habe ich schon als Kind", sagt der 72-Jährige, der zunächst den Beruf eines Holzmodellbauers erlernte, dann Maschinenbau und schließlich ebenfalls im Fernstudium industrielle Formgestaltung auf Burg Giebichenstein in Halle studierte.

In der Musikschule werden zahlreiche Landschaftsbilder und Stillleben gezeigt. Ganze Geschichten erzählen ebenso die menschlichen Darstellungen, wie etwa die des Mannes, der auf einer selbst gebauten Gitarre spielt und den Wolfgang Seidel immer wieder an der gleichen Stelle in dem türkischen Ort traf. Den Künstler aber beschäftigen ebenso aktuelle Ereignisse wie der Krieg in Syrien, die Flucht und Vertreibung vieler Menschen und der sogenannte "Islamische Staat". Nicht selten bannt Wolfgang Seidel dann seine Gedanken mitten in der Nacht auf die Leinwand. Verblüffend ist dabei die Vielseitigkeit der gewählten künstlerischen Mittel und die verschiedenen Stilrichtungen. Auch feine Zeichnungen sind zu entdecken. Auch Kulturraumsekretär Wolfgang Kalus zeigte sich bei einem Rundgang vom handwerklichen Können Seidels begeistert.

Eine weitere Leidenschaft, von der man freilich in der Ausstellung nichts sehen kann, hegt der Künstler für den Stein. Speziell den Carrera Marmor. Schon drei Lehrgänge hat Wolfgang Seidel in Italien besucht, aber auch im Grundstück in Falkenau kann man Zeugnisse seines bildhauerischen Schaffens sehen.

Wolfgang Seidel hat bereits in Freiberg zwei Ausstellungen gestaltet, die Ausstellung in der Musikschule Flöha, bei deren Aufbau Rolf Büttner, der Leiter der Volkskunstschule half, kann man bis in den Februar hinein besuchen.