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Biohof zeigt Alternativen auf

Protest Umweltschützer wollen Landwirtschaft näher an der Natur

Erlbach-Kirchberg/Gersdorf. 

Mit einem Aktionstag haben sich Umweltschützer und Naturfreunde dafür stark gemacht, dass in der Landwirtschaft Gentechnik und Chemie nicht weiter auf dem Vormarsch sind. ""Wir wollen immer wieder auf das Thema aufmerksam machen und warnen", betont Thomas Vogel, Betreiber des Biohofes Vogel in Erlbach-Kirchberg. Hier wurde auf einer kleinen Fläche eine besondere Maissorte ausgesät, die mittlerweile symbolisch für den Kampf gegen den Genmais steht. Denn bei "Golden-Bantam" handelt es sich um eine alte traditionelle Sorte. Zudem gab es einen Rundgang über den Biohof, dessen Felder von Heckenstreifen begrenzt werden, die den Lebensraum für Tiere wie Feldhasen oder viele Vögel bieten, die sonst auf großen landwirtschaftlichen Nutzflächen kaum eine Chance haben. Auch Teiche, eine Streuobstwiese und Blühstreifen findet am auf den Ländereien des Biohofes Vogel. Insgesamt werden rund 100 Hektar bewirtschaftet. Die Flächen befinden sich nicht nur in Erlbach-Kirchberg, sondern auch in Gersdorf. Auf den Feldern wird unter anderem Futter für die Rinder, Schweine und das Geflügel angebaut, das der Biohof auch selbst vermarkt. So kann im Gegensatz zur normalen Lebensmittelproduktion sichergestellt werden, dass nur gentechnikfreie und naturnah angebaute Futtermittel eingesetzt werden. "Wir würden uns gern auch noch etwas vergrößern und auf weiteren Flächen naturnahe Landwirtschaft betreiben", so Vogel, der wenn möglich weitere Felder pachten will. Diese sollen landwirtschaftlich, aber auch für die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen genutzt werden. "Man muss der Natur auch etwas zurück geben", betont Vogel.