Blühende Zukunft: Auftakt zur Beet- und Balkonpflanzensaison in Freiberg

Tradition trifft Nachhaltigkeit: Start der Aktion „Blühendes Sachsen 2025“ in der Gärtnerei Bimberg

Freiberg

Mit einem fröhlich-feierlichen Auftakt in der traditionsreichen Gärtnerei Bimberg in Freiberg ist die Aktion Blühendes Sachsen 2025 offiziell gestartet. Begleitet von Prominenz aus Politik, Handwerk und Floristik wurde die neue Pflanzsaison symbolisch eröffnet – ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit, regionale Vielfalt und das starke Band zwischen Gärtnerhandwerk und Lebensqualität.

Ein Gärtner mit Vision: Viktor Pause erzählt seine Geschichte

Ein besonderer Moment war die persönliche Rede von Viktor Pause, Vorstandsmitglied des Gartenbauverbandes Mitteldeutschland e.V., der seinen Weg vom Nanotechnologie-Studenten hin zum Berufsgärtner schilderte – und dabei kein Blatt vor den Mund nahm: Bürokratische Hürden, steigende Kosten, Klimawandel. Seine Botschaft war klar: „Wir schaffen nicht nur Gärten – wir schaffen Lebensqualität.“ Ein Appell für mehr Planungssicherheit, gezielte Investitionen und echte Zukunftsperspektiven für junge Gründerinnen und Gründer im Gartenbau.

Staatsminister mit grünem Daumen

Auch Sachsens Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch, unterstrich die Bedeutung der Branche für die regionale Wertschöpfung. Trotz angespannter Haushaltslage werde der Freistaat die Gärtnerinnen und Gärtner weiter unterstützen. Ein klares Bekenntnis zur Stärke und Nachhaltigkeit des regionalen Handwerks.Weitere hochrangige Gäste waren der 1. Beigeordnete und amtierender Landrat Dr. Lothar Beier, Ute Franke- stv. Vorsitzende des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) , Daniela Pfeifer, Mitglied des Sächsischen Landtages, Pfarrer Dr. Michael Stahl und weitere.

Blumenfee, Workshop und die Purpurbommel

In einem kreativen Workshop mit der deutschen Blumenfee Anne-Marie Bals konnten sich Gäste praktisch ausprobieren. Mit dem „Noch“-Oberbürgermeister Sven Krüger, der trotz seines Urlaubs an der Veranstaltung teilnahm, und dem Staatsminister wurden nicht nur Blumensträuße gebunden, sondern auch ein symbolischer Balkonkasten bepflanzt – u.a. mit der diesjährigen Balkonpflanze des Jahres, der „Purpurbommel“. Blühende Begeisterung und praktisches Erleben für alle Beteiligten.

Gartenbau als Herzenssache: Die Gärtnerei Bimberg

Ein echtes Schmuckstück der Freiberger Gartenkultur ist die Gärtnerei Bimberg – mit über 250 Jahren Geschichte ein Ort, wo Tradition und Innovation aufeinandertreffen. Seit 1760 in Familienhand, bietet das Unternehmen heute nicht nur Beet- und Balkonpflanzen, sondern auch kreative Floristik, Innenraumbegrünung, Eventbepflanzung sowie einen 24/7-Blumenshop. Drei Verkaufsstellen, 19 Mitarbeitende und drei Auszubildende sorgen für eine bunte Pflanzenwelt mit Fachverstand.

Stolz führten Martin und Michael Bimberg die Gäste durch ihr „Reich“ mit Sach- und Fachkenntnis und ihrem sprichwörtlichen Bimberg-Witz und Charme. Auch Mutter Ute, die gemeinsam die Gärtnerei mit ihrem Mann Helmut zum Wachsen und Blühen brachte, war unter den Anwesenden.

Das Ensemble „Unbeschwert“ sorgte für den musikalischen Pfiff, u.a. mit dem Steigerlied und anderen Volksliedern zum Mitsingen.

Regionalität, Nachhaltigkeit und Nachwuchsförderung stehen im Mittelpunkt – Werte, die gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je sind. Wer in Freiberg nach hochwertigen Blumen und Pflanzen sucht, kommt an Bimberg nicht vorbei.

Tag der offenen Gärtnereien: 26. und 27. April

Zum Abschluss ein besonderer Ausblick: Am letzten Aprilwochenende öffnen zahlreiche sächsische Gärtnereien ihre Türen. Besucher:innen erwarten Inspiration, Beratung und ein Blick hinter die Kulissen. Mit dabei: die sächsischen Pflanzenstars des Jahres 2025 – Purpurbommel, Elphentanz und das Aroma-Schätzchen.