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"Blutstraße" wird entschärft

Verkehr B 169-Ausbau bei Greifendorf geht weiter

Die wegen zahlreicher schwerer Verkehrsunfälle im Volksmund als "Blutstraße" bezeichnete Bundesstraße 169 wird weiter sicherer gemacht: Für den rund 1,1 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen dem Rossauer Ortsteil Greifendorf und dem Striegistaler Ortsteil Arnsdorf wurde jetzt durch die Landesdirektion Sachsen Baurecht erteilt. "Damit wird eine weitere Stelle der B 169, an der - wegen gefahrvollen Überholens, hervorgerufen durch schlechte Sicht - viele Unfälle zu verzeichnen waren, entschärft", nannte Ingolf Ulrich, der stellvertretende Pressesprecher der Landesdirektion Sachsen, einen wesentlichen Grund für den geplanten Ausbau der Bundesstraße an dieser Stelle. Kurz vor Greifendorf schränken eine Kuppe und eine folgende enge Kurve, die Sicht stark ein. Mit dem Streckenausbau wird die Kuppe abgeflacht sowie der Kurvenradius vergrößert. Der Ausbau soll dreistreifig erfolgen. Neben zwei 3,50 Meter breiten Richtungsfahrbahnen wird in Fahrtrichtung Chemnitz eine dritte - 3,25 Meter breite - Fahrbahn gebaut. Dieser Ausbau der B 169 macht sich außerdem dringend erforderlich, da die B 169 eine der wichtigsten Güter- und Schwerverkehrsachsen im Bundesstraßennetz des Freistaates Sachsen ist. So wird für das Jahr 2020 ein Schwerverkehrsanteil von rund 20 Prozent prognostiziert. Die B 169 weist zwischen Chemnitz und Riesa mehrere Steigungs- und Gefällestrecken auf, die die Geschwindigkeit des Schwerverkehrs verringern. Durch das hohe Verkehrsaufkommen gibt es einen hohen Überholdruck. Weil ein sicheres Überholen aber nur an wenigen Stellen möglich ist, kommt es immer wieder zu riskanten Manövern und dadurch zu Unfällen. Die geplante Ausbaustrecke zwischen Greifendorf und Arnsdorf ist ein solch kritischer Abschnitt. Der Planfeststellungsbeschluss wird zur öffentlichen Einsicht in den Gemeinden Rossau und Striegistal ausgelegt.