Brände, Unfälle und Naturgewalten

Porträt Michael Bergt ist seit 18 Jahren Chef der Freiwilligen Feuerwehr in Diethensdorf

Diethensdorf/Claußnitz. 

Wie jeder Junge hat sich auch Michael Bergt als Kind für die Feuerwehr interessiert. "Aber erst im Alter von 18 Jahren bin ich der Freiwilligen Feuerwehr beigetreten", berichtet der heute 55-Jährige. "Ich wollte schon immer Menschen helfen, die in Not geraten sind, aus welchen Gründen auch immer." Und diese Philosophie hat das ganze spätere Leben des Diethensdorfers geprägt. Inzwischen ist Bergt seit 37 Jahren Mitglied der Diethensdorfer Feuerwehr, und in den vergangenen 18 Jahren stand er dieser Ortswehr auch als Wehrleiter vor. Außerdem ist er seit 1996 Gemeindewehrleiter von Claußnitz, wozu die Ortswehren von Claußnitz, Diethensdorf, Markersdorf und Röllingshain mit 125 Kameradinnen und Kameraden gehören. "Das Einsatzspektrum hat sich seit meinem Start als Mitglied der Feuerwehr bis heute total gewandelt", erzählt er. Waren es früher größtenteils Brände, die zu bekämpfen waren, sind es heute mehr Unfälle, Naturgewalten oder technische Hilfsleistungen wie das Beseitigen von Ölspuren oder das Abpumpen gefährlicher Flüssigkeiten aus öffentlichen Gewässern.

"Diese heutige Ausrichtung der Feuerwehraufgaben deckt sich auf jeden Fall mit den Zielen, mit denen unsere Altvorderen vor 130 Jahren die hiesige Wehr gründeten, nämlich mit dem Sichern von Hab und Gut der Bevölkerung. Gerade bei den jüngsten Einsätzen, die das Hochwasserin diesen Tagen erforderte, gab es eine hervorragende Zusammenarbeit aller Wehren des Claußnitzer Gemeindegebietes", hob Bergt die uneigennützige Arbeit der Kameradinnen und Kameraden hervor.