Brache in Mittweida verschwindet

Stadtbild Abbruch am Dreiwerdener Weg soll bis Jahresende abgeschlossen sein

Mittweida . Seit dem vergangenen Monat tut sich auch sichtbar einiges am Dreiwerdener Weg: Voll im Gange sind innerhalb der Großmaßnahme Brachenbeseitigung die Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Gelände der Großhandelsgesellschaft (GHG). Bereits Mitte Juni begannen die Vorarbeiten mit dem Entkernen der zu beseitigenden Gebäude an. Ein Unternehmen aus Burgstädt ist momentan dabei, entsprechend des Stadtratsbeschlusses den Abbruch und die Entsorgung der Bausubstanz durchzuführen. Der Turm mit dem Treppenhaus wird aber voraussichtlich erst in einigen Tagen fallen.

Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) über das Projekt: "Durch diese Maßnahme kann ein langjähriger städtebaulicher Missstand beseitigt werden. Zum Glück konnten wir das ehemalige GHG-Gelände im Rahmen einer Zwangsversteigerung erwerben. Uns ist natürlich bewusst, dass in unmittelbarer Nachbarschaft ebenfalls Handlungsbedarf besteht. Diesbezüglich stehen wir mit dem Eigentümer in Kontakt."

Das muss alles gemacht werden

Es erfolgt die Demontage von 390 Quadratmetern asbesthaltiger Baustoffe, der Ausbau, die Separierung und Entsorgung von über 240 Quadratmetern Piatherm-Dämmung sowie mehr als 550 Quadratmetern Steinholzfußboden, der Rückbau von Gebäuden mit knapp 40.000 Kubikmetern umbautem Raum, das Herausnehmen und Entsorgen von rund 4.000 Quadratmetern asphaltierter Hofflächen und der Transport sowie die Entsorgung von rund neun Tonnen Bauschutt. Diese aufwendigen Arbeiten werden voraussichtlich noch bis Ende des Jahres andauern. Mit dem EFRE-Brachenprogramm wird diese Maßnahme, dessen Kosten etwa 408.000 Euro sowie 30.000 Euro Planungskosten betragen, mit bis zu 80 Prozent gefördert. Es ist geplant, später eine Wohnungsbebauung durchzuführen.