Brachenschwund in Hainichen

Abriss Areale an der Wiesen- und Gabelsberger Straße werden ansehnlicher

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Auch die ehemalige Lederfabrik soll weichen. Foto: Uwe Schönberner

Hainichen. Auch wenn mit dem ehemaligen Saatgutspeicher an der Bahnlinie Hainichen - Chemnitz im vergangenen Jahr ein besonders störender Betonklotz aus dem Stadtbild verschwunden ist, hat Hainichen noch einige Areale, die ebenfalls nicht gerade ansehnlich sind und einer Aufwertung bedürfen: Das sind beispielsweise die Gebiete der ehemaligen Lederfabrik an der Wiesenstraße und die Baracken zwischen der Kegelbahn und der Einfahrt zur ISH an der Gabelsberger Straße. Für das Brachen-Gebiet an der Feld-/Wiesenstraße hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für den Erwerb des Areals gegeben und so die Weichen in Richtung Abriss/Revitalisierung gestellt.

"Bereits vor rund 2,5 Jahren war die Besitzerin dieser Immobilie im Bereich Feld-/Wiesenstraße auf mich zugekommen und hatte angeboten, uns die beiden Firmenareale rechts und links der Wiesenstraße für einen symbolischen Euro zu überlassen. Ich fand dieses Angebot ausgesprochen fair, denn oft mussten wir in der Vergangenheit feststellen, dass derartige Liegenschaften für ein paar Euro mehr an 'Glücksritter' veräußert wurden, die für einen geringen Erlös Schrott aus den Häusern geräumt hatten und dann über alle Berge verschwunden waren", sagte Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger zu dieser Thematik.

900.000 Euro Gesamtkosten

Zunächst galt es jedoch den Umfang der Altlasten zu ermitteln. Es wurde von einer Spezialfirma aus Freiberg festgestellt, dass die Kontaminierungen im Zusammenhang mit der früheren Nutzung als Lederfabrik beherrschbar sind. Je nach Förderprogramm wird der Abriss voraussichtlich zu 90 bzw. 80 Prozent gefördert. Die Gesamtkosten liegen bei rund 900.000 Euro. Mit den Baracken an der Gabelsbergerstraße soll weiterhin eine der letzten großen Brachen der Stadt verschwinden. Die Baracken beherbergten einst den FDGB und später die AOK. Die damalige Firma ISE hatte diese Baracken vor rund zehn Jahren erworben. Bereits damals war der Abriss der maroden Flachbauten geplant. Seit Mitte Februar 2019 setzt die Nachfolge-Firma ISH nun die Ankündigung um: Momentan ist der Abriss der alten Baracken im Gange.