Briefe einer Mörderin

Kultur Ausstellung in Oederan

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Die Vorstellung, auf diesem Holz gepfählt zu werden, ist wirklich nicht lustig. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Im Oederaner Museum gibt es derzeit die Sonderausstellung "Mittelalterliche Folter- und Hinrichtungsmethoden". Zu den Folterinstrumenten gehört beispielsweise ein Bedenkstuhl, an dem Dieter Fox mehrere Wochen gearbeitet hat. Wie andere Foltergeräte diente er dazu, Geständnisse zu erzwingen. Was oft gelungen sein dürfte, wenn sich die Stacheln in den Körper bohrten. Bei den Nachbildungen konnte sich Fox auf die "Constitutio Criminalis Theresiana" aus dem Jahr 1768 stützen.

Das Strafgesetzbuch beschreibt detailliert Foltermethoden sowie technische Details. Noch bis 1974 wurde in Spanien die Garotte als Tötungsmaschine verwendet. Zu den letzten beiden Delinquenten gehörte ein Flüchtling aus der DDR. Ergänzt wird die Schau durch eine umfangreiche Sammlung über den Landesscharfrichter Brand und hiesige Prozesse.

Eine besondere Nacht mit Todernstem Thema, humorvollen Geschichten und Musik

Die Mitarbeiterinnen des Museums laden am 12. August ab 18 Uhr zur Museumsnacht ein. "Trotz des ernsten Themas Gerichtsbarkeit wird unsere Kammerzofe Agnes vom Hohen Stein, alias Birgit Lehmann, auch humorvolle Geschichten erzählen. Unterstützt wird sie dabei auf musikalische Art und Weise von Matthias Brade. Michael Kreskowsky aus Kriebstein führt durch unsere Sonderausstellung und liest einige - relativ unbekannte - Briefe der vom letzten Landesscharfrichter Moritz Brand hingerichteten Grete Beier aus Brand-Erbisdorf. Es erwartet Sie ein spannender Abend", verspricht Museumsmitarbeiterin Sonja Reupert.

Kartenreservierung unter inf.sv@oederan.de, telefonisch unter 037292/27128 oder an der Museumskasse.