Bringt Abwechslung: Unterricht im Grünen

Wissen Siebentklässler aus Burgstädt zu Gast in der Naturschutzstation

Den Unterricht des Faches Biologie ins Grüne verlegen, also sozusagen Fauna und Flora live erleben - das ist schon seit knapp zehn Jahren in der Naturschutzstation Herrenhaide angesagt. Natürlich sehr zur Freude der Schülerinnen und Schüler, die daran teilnehmen. "Das ist eine schöne Abwechslung" im Vergleich zu den "normalen" Stunden im Schulgebäude, so der 13-jährige Niko Kaiser aus der Burgstädter Diesterweg-Oberschule. Beim kürzlichen Besuch der Klassen 7 a und b dieser Schule hatten die insgesamt 46 Schülerinnen und Schüler zahlreiche Aufgaben von Biologie-Lehrerin Sigrid Hahn zu lösen. Unterstützung erhielten die jungen Leute dabei nicht nur von ihren Klassenleitern Barbara Fricker und Jens Pas, sondern auch von Nabu-Regionalgruppenmitglied Wolfgang Heinig und dem 18-jährigen Jacob Schneider aus Chemnitz, der in der Naturschutzstation seit dem 1. September sein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert. Viele der jungen Leute gehen "gern mal ins Grüne", wie der 13-jährige Peter Nowak aus Burgstädt bestätigte. Das Projekt "Grünes Klassenzimmer" ist in der Nabu-Regionalgruppe der Naturschutzstation Herrenhaide ein fester Bestandteil der Aktivitäten. Ein Hauptanliegen der Mitglieder ist es, die Artenvielfalt an Pflanzen, Pilzen und Tieren dabei nicht nur erhalten, sondern es sollen auch verschollene heimische Arten hier wieder angesiedelt werden. Welche Aufgaben hatten die Siebentklässler nun konkret zu lösen? Insgesamt gab es sechs Schwerpunktthemen, die durch die in mehrere Gruppen aufgeteilten Jugendlichen zu bearbeiten waren. Im Einzelnen waren das Bodentiere des Waldes, die Nahrungsbeziehungen in Gewässern, die Gewässeruntersuchung, Nahrungspyramide im Wald, die Schichten des Waldes und das Wetter. In all diesen Bereichen mussten Protokolle geführt werden. "Dafür werden wir im Unterricht noch eine Auswertungsstunde aufwenden", so Hahn.