Broschüre beleuchtet Historie des Ex-Technikums

Publikation Interessante Arbeit über das 118 Jahre alte Gebäude in Hainichen veröffentlicht

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Jahrelange Recherchen des Hainicheners Günter Neumann (rechts) gipfelten in einer Broschüre über die Technikum-Historie. Links: Frank-Hermann Göpfert sowie Dieter Greysinger. Foto: Uwe Schönberner

Hainichen. Anlässlich der offiziellen Einweihung des neuen Standortes des Landesinstitutes für Straßenbau Sachsen GmbH (LISt) in Hainichen in der Ernst-Thälmann-Straße 5 im vergangenen Monat wurde auch wieder ein Stück Stadthistorie erhellt: Der 78-jährige Hainichener Günter Neumann hat mit tatkräftiger Unterstützung der LISt und dem Stadtarchiv sowie weiteren Personen und Institutionen eine A 4-Broschüre erarbeitet, in der die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Technikums von Hainichen von seiner Errichtung im Jahr 1900 bis zur Gegenwart anschaulich dargestellt wird.

"Viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit machten den Einblick über die Nutzung und den Betrieb der ehemaligen Reichsbahnschule erst möglich", lobte Hainichens Stadtoberhaupt Dieter Greysinger des Engagement Neumanns, wodurch die vorliegende, reichlich 100-seitige Broschüre über das ehemalige Technikum erst möglich wurde.

"Mit der vorliegenden Broschüre möchten wir an die Tradition des Hauses erinnern, an die unsere Arbeit anknüpft", würdigte auch LISt-Geschäftsführer Frank-Hermann Göpfert die jahrelange Recherche-Arbeit von Günter Neumann. So erfährt der Leser unter anderem, dass das stattliche Gebäude in einer auch heute noch sportlich kurzen Bauzeit nach dem offiziellen Baubeginn am 21. Mai 1900 bereits am 5. November des gleichen Jahres den Schulbetrieb aufnahm.

Hatte das Technikum, an dem in erster Linie naturwissenschaftliche Fächer gelehrt wurden, im Wintersemester 1900/01 lediglich knapp 90 in- und ausländische Studierende, so stieg deren Zahl stetig und pegelte sich schließlich bei um die 200 ein. Probleme brachte natürlich der Erste Weltkrieg mit sinkenden Studentenzahlen. Ab 1919 erhöhte sich der Zulauf bis 1921: über 300 Studierende waren da am Technikum.

Danach jedoch sank die Studentenzahl wieder, was schließlich 1934 zum Schließen der Einrichtung führte. Weitere Infos zur Gebäude-Historie können der interessanten Broschüre, die kostenlos erhältlich ist, entnommen werden. Sämtlich Kosten für das Erstellen der Broschüre übernahm übrigens die LISt.