Brunnen wird vor Verfall gerettet

Hilfe Spendenaktion für marode Figurengruppe auf dem Hainichener Friedhof

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Bei einer Vor-Ort-Begehung auf dem Hainichener Friedhof mit Begutachtung des maroden Zustandes der Figurengruppe des ehemaligen Samariterbrunnens. Foto: Uwe Schönberner

Hainichen. Denkmäler erhalten ist die Pflicht aller. Denn: Sind sie erst einmal weg, dann ist dieses Stück Baukultur unwiederbringlich verloren. Konkret geht es um die Figurengruppe Jesus und Samariterin, die sich - etwas versteckt - hinter der Friedhofs-Kapelle des neuen Hainichener Friedhofes an der Oederaner Straße befindet. "Nur wenn jetzt gehandelt wird, ist die Plastik noch vor dem völligen Verfall zu retten", sagte zum Zustand der beiden Figuren aus Sandstein Friedhofsverwalter Uwe Brendler.

Dieser hatte schon vor fast 20 Jahren einen Kostenvoranschlag erstellen lassen, damit wenigstens dieses Denkmal-Fragment erhalten wird. Doch danach waren die Unterlagen wieder in den Schreibtischen verschwunden. Erst ein ehemaliger Hainichener, der dieses Denkmal an seinem Originalstandort noch aus seinen Kindestagen kennt, machte das Thema des maroden Zustandes der Figuren wieder öffentlich.

Der Standort ist wohl nicht optimal

Die etwa 1905 entstandene Plastik in Lebensgröße war ursprünglich Bestandteil des Anlagen-Ensembles der Trinitatiskirche Hainichen und stand mit der Rückfront an der Friedelstraße. Entstanden ist der Brunnen übrigens nach Plänen von Gotthilf Ludwig Möckel (1838-1915), der auch Architekt der Hainichener Trinitatiskirche war, die in den Jahren 1896 bis 1899 errichtet wurde. Vor knapp 50 Jahren wurde die Figurengruppe des Brunnens dann zum Schutz vor weiteren Beschädigungen auf den Friedhof hinter die Kapelle verlegt.

"Der Standort ist nicht optimal, es wirkt wie abgestellt", sagte Dr. Stefan Dähne, der Gebietsverantwortliche der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Mittelsachsen, anlässlich der Vor-Ort-Begehung im Januar, an der neben den bereits Genannten auch Baupflegerin Architektin Ina Mittelsdorf und Dr. Steffen Delang vom Landesamt für Denkmalpflege teilnahmen.

"Wenn es gelingt, 500 Euro aus Spendengeldern aufzubringen, kann die Restaurierung angegangen werden", sagte Pfarrer Friedrich Scherzer. Wer helfen möchte, dass dieses Denkmal erhalten bleibt, kann auf folgendes Konto spenden, Empfänger ist die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Hainichen, Heinrich-Heine-Straße 3, Sparkasse Mittelsachsen, IBAN: DE90 8705 2000 3330 0031 45; BIC: WELADED1FGX; Kennwort: "Samariterbrunnen".