Bürger sollen ihre Meinung sagen

Gemeinderat Kastanienallee wird zum Gesprächsthema

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Sorgt in Eppendorf für Gesprächsstoff: Die gesperrte Kastanienallee an der Freiberger Straße. Foto: Knut Berger

Eppendorf. Die Zukunft der Kastanienallee an der Freiberger Straße in Eppendorf ist derzeit unklar. Einem Gutachten des Landratsamtes Mittelsachsen zu Folge sind die Bäume von einem Pilz befallen, der die Substanz der Kastanien angreift. So sei nicht ausgeschlossen, dass Äste abfallen können und die Bäume in ihrer Standfestigkeit enorm beeinträchtigt sind. Da die Allee unter Naturschutz steht, zeichnet aktuell die untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes verantwortlich. Diese hatte entschieden, die Kastanien wegen des Pilzbefalls zu fällen. Dagegen hat sich im Ort jedoch deutlicher Widerstand gebildet.

"Wir haben gemeinsam mit Vertretern des Landratsamtes in einem sehr intensiven Gespräch nach einem Kompromiss gesucht. Nach wie vor steht die Variante der Fällung im Raum. Es könnte aber auch ein umfassender Rückschnitt sowie eine anschließende dauerhafte Nachbehandlung erfolgen, die natürlich entsprechendes Geld kostet", sagte Eppendorfs Bürgermeister Axel Röthling (SPD). "Über die Kastanienallee wird in der ersten Gemeinderatssitzung des neuen Jahres gesprochen werden", sagte der Bürgermeister weiter. Vorher will das Gemeindeoberhaupt auch die Bürger ins Boot holen.

Dazu lädt Röthling alle Einwohnerinnen und Einwohner zu Bürgerstammtischen ein, die am 9. Januar und 14. Januar jeweils 19 Uhr im Gasthof Prinz Albert beginnen. "Dort möchte ich mit den Bürgern in einen Dialog treten und ausloten, welche Meinung in unserer Kommune über die Kastanienallee vorherrscht", sagte der Eppendorfer Bürgermeister. Unabhängig davon bleibe es dabei, dass das Gelände rund um die Bäume aus Sicherheitsgründen gesperrt ist.