Bürgermeister Ronny Hofmann im Interview: Zahlreiche Vorhaben in Lunzenau geplant

Interview Sanierung der Muldebrücke soll 2021 beginnen

Lunzenau. 

Lunzenau. Die Stadt Lunzenau hat auch 2020 wieder einiges vor: Was das alles konkret sein wird, erfuhr BLICK-Reporter Uwe Schönberner im Gespräch mit Ronny Hofmann (CDU), dem Bürgermeister der Muldestadt Lunzenau.

Herr Hofmann, auch in diesem Jahr soll in der Muldestadt wieder investiert werden - Welche größeren Vorhaben sind geplant?

Hofmann: In 2020 wird der dritte Bauabschnitt zur Erschließung des Wohnbaugebietes Erich-Weinert-Straße, Am Sonnenhang, mit Kosten von rund 350.000 Euro für weitere zwölf Bauplätze vorgenommen. Weiterhin soll das Gebäude Zur Amtmannskluft 1, der ehemalige Kindergarten und Gemeindeamt in Berthelsdorf für 230.000 Euro zurück gebaut werden. Auch in die weitere Sanierung der Grundschule und die Turnhallen wollen wir 175.000 Euro investieren. Unser Bauhof soll außerdem für 145.000 Euro ein neues Fahrzeug mit Winterdienstfunktion erhalten.

Welche Maßnahmen stehen im Straßenbau in diesem Jahr im Stadtgebiet und den Ortsteilen an?

Hofmann: Wir werden den ersten Bauabschnitt zum grundhaften Ausbau der Untergasse im OT Berthelsdorf für 380.000 Euro realisieren. Hier hat der Stadtrat die erste Vergabe bereits vollzogen. Der Neubau der Brücke über den Mühlgraben bei "Küblers Brücke" für 395.000 Euro sowie der zweiten Bauabschnitt zum grundhaften Ausbau der Bergstraße in Rochsburg für 380.000 Euro sind geplant. Jedoch haben wir hier noch keine Förderung in Aussicht gestellt bekommen.

Gibt es Licht im Tunnel der scheinbar unendlichen Geschichte der Lunzenauer Muldebrücke, oder wie ist die aktuelle Lage?

Hofmann: Nach aktuellem Sachstand ist das Genehmigungsverfahren Ende letzten Jahres abgeschlossen worden, und es besteht jetzt Baurecht. Jetzt müssen die Detailplanungen für die Behelfsbrücke und die Ausschreibungsunterlagen erstellt werden. Wann dann tatsächlich mit der Sanierung der Muldebrücke begonnen wird kann ich leider nicht genau sagen. Ich hoffe aber auf einen Baubeginn in 2021.

Wie ist in Lunzenau der Stand zum Haushaltsplan 2020, und welcher Investitionsumfang ist insgesamt geplant?

Hofmann: Der Haushalt für das Jahr 2020 ist vom Stadtrat am 13. Januar bestätigt worden. Derzeit liegt das Dokument zur Prüfung bei der Rechtsaufsichtsbehörde im Landratsamt. Wir planen für dieses Jahr Investitionen von etwa anderthalb Millionen Euro.

Wie schätzen Sie die mittelfristige Zukunft der Muldestadt ein?

Hofmann: Auch in Zukunft wollen wir auf einem hohen Niveau Investitionen in unsere Infrastruktur durchführen. Im Bereich des Straßenbau sehe ich leider große Probleme durch ausbleibende Fördermittel auf die Kommunen zukommen. Mit der stetigen Erweiterung unseres Wohnungsbaustandortes bieten wir jungen Familien Platz zum Bauen an. In unsere Kitas und Schulen wird in den nächsten Jahren weiterinvestiert, und unsere Vereine werden gefördert. Insoweit sehe ich optimistisch in die Zukunft unserer Stadt.