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Burgstädt ist gegen geplanten Gesteinsabbau

Natur Bürgerinitiative will Biotopverbund Kieferberg erhalten

Burgstädt. 

Durch die Stadt Burgstädt wird gegenwärtig der vor wenigen Tagen durch das Sächsische Oberbergamt vorgelegte, präzisierte Rahmenbetriebsplan zum vorgesehenen Gesteinsabbau im Bereich des Kieferberges im Ortsteil Heiersdorf geprüft. "Wir arbeiten gegenwärtig an einer entsprechenden Stellungnahme", so Burgstädt Bürgermeister Lars Naumann auf Anfrage des BLICK. Bereits 1991 hatte das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit bewilligt, dass Bodenschätze wie Kiese und Sande in Heiersdorf im Bereich des Kieferberges abgebaut werden. Seit März 1998 ist die Bewilligung aber in die Verfügungsberechtigung eines anderen Antragstellers übergegangen. "Seitdem kämpft die Stadt Burgstädt gemeinsam mit der Bürgerinitiative 'Gegen Gesteinsabbau' und dem Naturschutzbund Sachsen gegen dieses Vorhaben an", so Naumann weiter.

Neben Staub- und Lärmbelästigung würde der geplante Eingriff auch erhebliche Auswirkungen auf die dort vorhandene Fauna und Flora haben. Mitarbeiter des Naturschutzbundes Deutschland, Regionalverband Erzgebirge, führen dort bereits seit einigen Jahren mit finanzieller Unterstützung der Stadt Burgstädt Untersuchungen durch, um festzustellen, welche und wie viele Tier- und Pflanzenarten durch diesen Eingriff bedroht sind. Über 200 verschiedene Tier- und Pflanzenarten konnten allein in diesem Terrain nachgewiesen werden. Und auch überregional spielt das Areal des Kieferberges eine wichtige Rolle: Es bildet gemeinsam mit ausgewiesenen Fauna-Flora Habitat-Gebieten sowie weiteren Natur- und Landschaftsschutzgebieten einen Biotopverbund.