Burnout-Show und Rost-Charme: Simson-Treffen begeistert Besucher

Dorffest lockte Jugendliche mit ihren Mopeds an

Topfseifersdorf

In den Königshain-Wiederauer Ortsteil rollten am Samstag während des 34. Dorffestes knapp 200 Mopeds, größtenteils waren Simsons vertreten. Manche perfekt herausgeputzt, aufgemotzt, andere fahrtüchtig und vom Alter gekennzeichnet.

„Hartmut“ aus dem Jahr 1970 sorgt für Aufmerksamkeit

So war auch Elias aus Bad Lausick mit seinem „Hartmut“ ein Star Baujahr 1970 gekommen. „Das Moped ist im originalen Zustand, da wird nicht dran rum geputzt. Der Rost gehört halt mit dazu“, erklärt sein Vater der ein T-Shirt trägt mit der Aufschrift DDR Elitetruppe.

Familienausflüge mit den DDR-Mopeds

Öfters sind Bruder, Cousin und Vater unterwegs zu Ausfahrten und besuchen Moped Treffs in der Region. Wenn das Wetter passt werden die Fahrzeuge hervor geholt und los geht's. In Topfseifersdorf sind sie zum 1. Mal.

Simson-Treffen wächst von Jahr zu Jahr

„Wir freuen uns, dass unser Simsontreffen erstmals über das traditionelle Dorffest mit beworben wurden. Auch über die sozialen Medien haben wir die Werbetrommel gerührt und sind erfreut dass nach dem letzten Jahr mit 130 Fahrzeugen, heuer noch mehr weit über 160 zu uns gekommen sind“, berichtet Luca Vogel, der gemeinsam mit Max Thalmann das Treffen organisierte.

Leidenschaft fürs Schrauben seit der Jugend

Er schraubt seit er 15 ist und liebt die alten DDR-Mopeds und war bereits bei vielen Treffen dieser Art. Er fand das am Samstag Nachmittag zum Dorffest noch eine Aktivität fehlt und kam auf die Idee für die Jugendlichen solch ein Treffen anzukurbeln.

Von 30 auf über 160 Fahrzeuge

Beim 1. Mal waren 30 Mopeds da und ein Jahr später 130. Die Jugendlichen kommen miteinander ins Gespräch und tauschen sich rege über ihr Hobby aus. „Ich schraube auch oft an meine Sime rum, man will sie ja ganz individuell gestalten. So das sie einzigartig ist“, erklärt Luca Vogel.

Geschicklichkeitswettbewerb begeistert Teilnehmer

Ein Teil der Mopedfahrer nahm am Geschicklichkeitswettbewerb teil. Dabei galt es einen Slalom in möglichst langsamer Fahrweise zu absolvieren. Die längste Zeit brauchte Chris Windisch aus Stein dafür. Er war ganze 1,55 Minuten unterwegs. Kein Problem für den Crosser, der lange Zeit mit seinem Moped auf einer Stelle verharrte.

Burnout-Show sorgt für Jubel

Zuvor hatte Elias Neukirchner lange die beste Zeit mit 1,10 Minuten inne gehabt. Er durfte das Moped von Luca Vogel benutzen. Danach ging es auf die Rampe und mit viel Gas drehte das Hinterrad durch und hüllte den Platz in eine dicke stinkende Nebelwolke ein. Sehr zur Freude der anwesenden Jugendlichen.

Pokale für die kreativsten Mopeds

Außerdem wurden noch drei kleine Pokale für den „Schönsten Aufbau“, die „Geborene Schnecke“ und die „Größte Ranzkarre“ vergeben. Im nächsten Jahr will man vielleicht auch noch einen Teilemarkt ins Treffen integrieren.

Stoppelcross folgt im August

Topfseifersdorf ist bei den jungen Leuten und Motorsportbegeisterten bekannt wegen seiner Stoppelcross Veranstaltung, die in diesem Jahr am 8. August wieder stattfinden wird. Dabei können Motorräder, Trikes und Quads über ein abgeerntetes Feld auf einem Parkour ihr Fahrtalent unter Beweis stellen.

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