Carolin schreibt das schönste Gedicht

Kultur Dichterlinde gedeiht am Kirchplatz, darunter liegt nun eine Gedenkplatte mit einem Gedicht

Frankenberg. Es mutete eher wie ein recht altmodisches Unterfangen an, als der Kunst- und Kulturverein im Juni zu einem Gedichtwettbewerb aufrief. Doch der Erfolg gab den Vereinsmitgliedern um Patrick Müller recht. 16 Teilnehmer aus dem In- und Ausland reichten ihre Arbeiten ein. Das Siegergedicht, "Lindengeflüster" von Carolin Achilles, ist nun auf einer Platte verewigt, die unter einer von der Stadtverwaltung gepflanzten Linde vor dem Stadtarchiv steht. Die Steinarbeiten übernahm nach einem Entwurf von Marcel Kabisch die Bildhauerei Thiel. "Die Idee zur Pflanzung hatte unser Vereinsmitglied Dietmar Weickert", berichtet Patrick Müller. "Eine Linde gibt Geborgenheit und beseelt die Menschen. Ein solcher Baum stand bis vor etwa zehn Jahren auch hier." Die 14-jährige Gewinnerin, die ihr Gedicht wie weitere Preisträger am Donnerstag zur Einweihung vor einem ansehnlichen Publikum vortrug, schreibt schon länger. "Aber das ist das erste große Gedicht", meinte Carolin und gestand, dass sie sich "seltsam" fühle, so geehrt zu werden.